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Neue Skisprungschanze in Willingen.

Verantwortlicher Autor: Mariusz Mazurek Nordhorn, 17.12.2025, 06:54 Uhr
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Mühlenkopfschanze Willingen
Mühlenkopfschanze Willingen   Bild: Mariusz Mazurek

Nordhorn [ENA] Neue Skisprungschanze in Willingen. Millionen Euro für eine neue Skisprungschanze in Willingen. Seit Jahren erwägt Willingen den Bau einer neuen Normalschanze, die die Lücke zwischen den kleineren Trainingsanlagen und der berühmten Mühlenkopfschanze (HS147) schließen soll.

Nun ist das Projekt von der Planungsphase in die Umsetzungsphase übergegangen – der Willinger Skiclub hat die offizielle Förderzusage erhalten, und die Investition ist finanziell gesichert. Hessische Sportministerin Diana Stolz hat dem Willinger Skiclub die Zusage für eine staatliche Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro überreicht. Der Bund steuert weitere drei Millionen Euro bei. Sie betonte, dass das Projekt von Anfang an fraglich gewesen sei, der Einsatz der lokalen Verantwortlichen aber die erfolgreiche Realisierung ermöglicht habe.

Die neue Anlage wird die Größe der HS87 haben und direkt neben der Mühlenkopfschanze errichtet. Ihr Hauptziel ist es, eine Trainingsbrücke zwischen den bestehenden Schanzen K-47, K-34 und K-12 in Willingen und der 147 Meter hohen Großschanze zu schaffen. Das Fehlen einer solchen Anlage zwang junge Athleten, zu Orten wie Winterberg zu pendeln, wo die K-81-Schanze ihre FIS-Homologation verloren hatte und nicht mehr den modernen Standards entspricht.

Die neue HS87-Schanze wird eine Hybridanlage sein. Im Winter und Herbst springen die Athleten von eisigen Anlaufbahnen und landen auf Kunststoffmatten – genau wie im Sommer. Daher benötigt die Anlage keine künstliche Beschneiung, was die Wartungskosten deutlich reduziert. Dies soll ideale Entwicklungsbedingungen für junge Skispringer und Nordische Kombinationsläufer, insbesondere aus Norddeutschland, schaffen. Willingen besaß bereits eine Normalschanze – bis zum Umbau der Mühlenkopfschanze im Jahr 2000 stand dort eine K-89-Schanze, auf der unter anderem Europacup-Wettbewerbe ausgetragen wurden.

Nach dem Abriss der Schanze verschwand jede Spur davon, und die Stadt war jahrelang ohne Trainingsanlage. Die restliche Finanzierung der neuen HS87-Schanze wird gemeinsam vom Ski-Club Willingen, der Gemeinde Willingen (Oberland), dem Kreis Waldeck-Frankenberg und dem Deutschen Ski-Bund getragen. Laut den hessischen Sportbehörden ist die Investition von strategischer Bedeutung für die Zukunft des deutschen Skispringens und stärkt Willingens Position als wichtiges Zentrum dieser Disziplin. Mit der Finanzierungszusage tritt das Projekt in die Umsetzungsphase ein, ein Baubeginn oder ein geplanter Eröffnungstermin wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Unabhängig von den Plänen für die neue Schanze wird die Mühlenkopfschanze schon bald wieder die weltbesten Skispringerinnen und Skispringer beherbergen. In der Saison 2025/26 ist in Willingen ein Mixed-Team-Wettbewerb (30. Januar 2026) sowie zwei Einzelwettbewerbe für Männer und Frauen (31. Januar und 1. Februar 2026) geplant. Dies ist die Generalprobe für alle Teams vor den Olympischen Spielen.

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