Dienstag, 10.02.2026 18:40 Uhr

Saarbrücken feiert die sizilianische Blutorange g.g.A.

Verantwortlicher Autor: Silvestro Parise Saarbrücken, 03.02.2026, 22:32 Uhr
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Saarbrücken der Blutorange aus Sizilien g.g.A.
Saarbrücken der Blutorange aus Sizilien g.g.A.  Bild: Silvestro Parise

Saarbrücken [ENA] Erneut ein Erfolg in Deutschland für das europäische Projekt „Citrus Fruits for Wellness“, das im Bundesland Saarland die Arancia Rossa di Sicilia g.g.A. mit einer Reihe von Maßnahmen zur Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Konsum gefördert hat.

Die Aktivitäten bezogen die Schülerinnen und Schüler des technisch-beruflichen Instituts TGBBZ in Saarbrücken ein und umfassten ein gut besuchtes Treffen zur Ernährungsbildung mit Verkostung frisch gepresster Säfte. Geleitet wurde die Veranstaltung von Salvo Falcone, Kommunikationsverantwortlicher des Konsortiums Euroagrumi aus Biancavilla (Catania), der den jungen Teilnehmenden die Besonderheiten des Projekts sowie die einzigartigen Qualitätsmerkmale der sizilianischen Blutorange erläuterte. Im Anschluss folgte der motivierende Fachvortrag von Giuseppe Caparrotti, Personal Trainer und Health Coach, der den Studierenden die Bedeutung des nutrazeutischen Beitrags dieser wertvollen sizilianischen Frucht erklärte.

In einer Woche, in der die rote Zitrusfrucht von den Hängen des Ätna den Gaumen all jener, die ihren Geschmack genießen konnten, auf besonders positive Weise überraschte, ist insbesondere das Treffen hervorzuheben, das am institutionellen Sitz des Com.It.Es. Saar stattfand. Dort wurde die thematische Konferenz „Die Arancia Rossa di Sicilia: ein identitätsstiftendes Symbol zwischen Kultur, Literatur und Regionalförderung“ abgehalten, die der sizilianischen Zitrusexzellenz mit geschützter geografischer Angabe gewidmet war – als ideale Brücke zwischen kulturellen Wurzeln und Integration.

Die von der Journalistin Elisa Cutullè moderierte Veranstaltung stellte dank des hohen kulturellen Niveaus der beteiligten Referentinnen und Referenten einen bedeutenden Moment der Förderung der sizilianischen Blutorange dar. Nach der Einführung der Moderatorin folgten die institutionellen Grußworte des Präsidenten des Com.It.Es. Saar, Patrizio Maci, der eine Botschaft des Generalkonsuls von Italien in Frankfurt am Main, Massimo Darchini, verlas. Darin betonte die diplomatische Autorität, dass die Initiative „eine privilegierte Gelegenheit darstellt, Italien und ein italienisches Spitzenprodukt aus einer wunderschönen Region unseres Landes zu würdigen“.

Die Beziehungen zwischen Sizilien und Deutschland sind intensiv und historisch gewachsen. Es genügt, eine einzige Zahl zu nennen, um einen konkreten Eindruck von der Präsenz von fast 60.000 italienischen Staatsangehörigen zu vermitteln, die im AIRE der sizilianischen Gemeinden im Konsularbezirk Frankfurt registriert sind. Sie stellen mit Abstand die größte italienische Gemeinschaft dar, von denen viele seit Generationen und schon seit langer Zeit vor Ort leben. „Diese Initiative ist sehr zu begrüßen“, schließt Konsul Darchini in seinem Grußwort, „da sie auch bei unseren deutschen Freunden ein exzellentes Qualitätsprodukt Siziliens bekannt macht und die produktiven sowie unternehmerischen Fähigkeiten Italiens hervorhebt.“

Auf den institutionellen Teil folgten die thematischen Beiträge. Die erste Relation hielt Salvo Falcone, Kommunikationsverantwortlicher von Euroagrumi OP, der den Weg und die Etappen des ersten Tätigkeitsjahres in Italien und Deutschland darlegte, mit besonderem Fokus auf die Ziele des europäischen Projekts „Citrus Fruits for Wellness“ sowie auf die Strategien zur Förderung des sizilianischen Territoriums und der Zitruslieferkette der sizilianischen Blutorange. Zur Unterstützung ihres Wertes als wahre Exzellenz der italienischen Tradition und Kulinarik – ein Lebensmittelsymbol, das Gesundheit und mediterrane Identität vereint – sprach der Schriftsteller Rolando Pettinari, der seit fast einem halben Jahrhundert in Deutschland lebt.

Bei dieser Gelegenheit stellte er sein neuestes Buch „Ein Land, zwanzig Küchen“ vor, in dem der Autor die Rolle der italienischen Emigration bei der Entwicklung der italienischen Gastronomie im Saarland von den 1960er-Jahren bis heute analysiert und dabei insbesondere den Einsatz von Zitrusfrüchten in der Küche beleuchtet. Den Symbolismus und die starke Ausdruckskraft der sizilianischen Blutorange in Literatur und Kunst erläuterte Marzia Vacchelli, erfahrene Lektorin des MAECI an der Universität des Saarlandes.

Sie zeigte auf, wie auch große Schriftsteller wie Giovanni Verga, Luigi Pirandello und Elio Vittorini von dieser wertvollen Frucht fasziniert waren und sie in ihren Werken in der edlen Gestalt des „sizilianischen Goldes“ darstellten – ebenso wie als Symbol für Erlösung und Vitalität. Anlässlich der Konferenz präsentierte Dr. Vacchelli zudem die erste Ausgabe von „Polifonia Italiana“, der Studierendenzeitschrift des Zentrums für Italienische Studien im Saarland. Vorgestellt wurde das Projekt von zwei jungen Redakteuren: Christian Mariano von der Universität Bologna und Alice Pedone von der Universität Lecce.

Die beiden Studierenden, die sich im Rahmen eines Erasmus-Projekts in Deutschland aufhalten, erläuterten die Vision und redaktionelle Linie dieses neuen Projekts, das den interkulturellen Dialog durch die Auseinandersetzung mit der italienischen Identität im Ausland fördern möchte. „Citrus Fruits for Wellness“, finanziert durch das EU-Programm AGRIP 202412, verfolgt das Ziel, die europäische Öffentlichkeit für den Konsum zertifizierter Qualitätszitrusfrüchte wie der Arancia Rossa di Sicilia g.g.A. zu sensibilisieren.

Dies geschieht durch Maßnahmen zur Aufwertung der Rückverfolgbarkeit der Lieferkette und des Wohlbefindens des Made in Italy sowie durch die Teilnahme an internationalen Fachmessen, wie in dieser Woche anlässlich der Fruit Logistica 2026 in Berlin.

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