Montag, 15.12.2025 02:38 Uhr

Ein beklemmendes Szenario "Wenn Russland gewinnt"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 08.08.2025, 23:25 Uhr
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Wien [ENA] Ds Buch des deutschen Professors für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München "Wenn Russland gewinnt. Ein Szenario" zeigt einmal mehr, wie ernst eigentlich die Lage ist und dass es beim Russland-Ukraine-Krieg eigentlich um viel mehr geht, nämlich auch um Europa und um die kulturelle und militärische Vorrangstellung in der Welt, um die jede Großmacht mit allen verfügbaren Mitteln kämpft.

Ds Buch von Professor Masala impliziert, dass der Versuch der Europäischen Union als Global Player aufzutreten von Russland nicht nur infrage gestellt wird, sondern als Bedrohung wahrgenommen wird, die bekämpft werden muss. Der Krieg gegen die Ukraine ist angeblich nur der Anfang gefährlicher militärischer Kriegsspiele, charakteristisch für ein Land wie Russland, das nicht viel mehr Kultur hat als vielleicht sozialistische "militärische Tugenden", die der eigentliche Zeitvertreib und der eigentliche Lustgewinn von Herrschern wie Putin sind. Die "militärischen Tugenden" sind zwar überall ziemlich ähnlich, aber es gibt doch Unterschiede wieviel Freiheit und Konsummöglichkeiten eine Bevölkerung hat, obwohl man diese nicht überschätzen soll.

Masalas Buch "Wenn Russland gewinnt" ist eigentlich nur ein fiktives Szenario, das von einem Sieg Russlands im Ukraine-Krieg ausgeht und Jahre später zu einer Besetzung der estnische Grenzstadt Narwa und von der strategisch wichtigen Ostseeinsel Hiiumaa erzählt. Trotzdem wird der estnische Antrag auf Ausrufung des Nato-Bündnisfalls abgelehnt, da der Angriff als begrenzte Operation Russlands betrachtet wird und der US-amerikanische Präsident keinen Dritten Weltkrieg riskieren möchte. Das Buch, das sich stellenweise wie ein geopolitischer Thriller liest, lässt keine Hoffnung zu, dass sich Russland mit dem Sieg über die Ukraine zufrieden geben wird. Deshalb plädiert der Autor für Abschreckung durch massive Aufrüstung der Europäischen Union.

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