Donnerstag, 20.06.2024 15:33 Uhr

Die Sonne als Energie-Quelle intelligent nutzen

Verantwortlicher Autor: Hermann Donnik Kerpen, 01.04.2024, 21:00 Uhr
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Solar PV - Anlage von Matbec Solar
Solar PV - Anlage von Matbec Solar   Bild: Hermann Donnik ENA / Matbec Solar

Kerpen [ENA] Photovoltaik-Experte Matthias Becker sieht noch viel Aufklärungsbedarf. Die Energiewende muss gelingen, soll der Klimawandel noch gestoppt wer- den. So ist die Klimawende längst zum politisch erklärten Ziel geworden. Schon länger fordern insbesondere Forscher und Wissenschaftler mehr Tempo.

Sie sprechen von einem „aktuell kritischen Zeitpunkt“. Eine Möglichkeit ist die Nutzung der Sonne,zum Beispiel durch Photovoltaik Anlagen. Dabei ist der Markt jedoch kaum zu überschauen. Zudem es gibt beinahe täglich neue Nachrichten über geänderte Förderrichtlinien,über Fristen, über technische Notwendigkeiten und Möglichkeiten.Dabei so scheint es werden insbesondere Endverbraucher im Dickicht der Informationsflut allein gelassen. Insbesondere in den sogenannten sozialen Medien kursiert zunehmend „aggressive“ Werbung, deren sachliche Richtigkeit von Laien nicht zu überprüfen ist.

Seit nahezu 25 Jahren beschäftigt sich Matthias Becker der Geschäftsführender Gesellschafter von Matbec Solar GmbH aus Kerpen bei Köln mit dem Thema „Solarenergie“. Das auf Photovoltaik spezialisierte Unternehmen bietet seinen Kunden eine „Rundum-Versorgung“ für alle Energie-Projekte.Matthias Becker ist der Pionier in SachenSolarenergie in der Region. Kaum einer kennt die Szene so gut wie er. Herr Becker, Sie sind mit ihrem Unternehmen seit mehr als 20 Jahren auf dem Markt. Wie sehen Sie die Zukunft. Ist die Sonne der richtige Energieträger für die Versorgung der Haushalte und Unternehmen?

Matthias Becker: Die Sonne ist eine uner-schöpfliche und kostenlose Energie-Quelle, die man nur intelligent nutzen muss. Je nach Größe einer Photovoltaikanlage und des Speichersystems, kann man im Frühjahr bis zu 70 Prozent, im Sommer bis zu 100 Prozent und selbst im Winter verbrauchsabhängig bis zu 20 Prozent Deckungsbeitrag erreichen. Die Sonne wird nicht alles abdecken können, aber das was Sie dann schafft, reicht, um dengrößten Teil des Strombedarfs zu decken. In der Werbung überschlagen sich die Unternehmen mit Versprechen an die Kunden. Wie sollen Endverbraucher überhaupt erkennen, welche Angebote seriös sind?

Matthias Becker: Leider ist hier mal wieder muss man sagen eine Goldgräberstimmung ausgebrochen. Der Endkunde kann leider kaum prüfen, wer der richtige Partner für sein Vorhaben ist, noch kann er beurteilen, welches Produkt das passende für seine Bedürfnisse darstellt. Hier wirken eine ganze Reihe von Faktoren zusammen! So ist bereits ein vielsagender Aspekt, wie lange das Unternehmen schon auf dem Markt ist. Dazu gibt es im Internet eine Reihe von Portalen, wo man dies erfahren kann! Dann ein ganz wichtiger Punkt: wie ist das Angebot aufgestellt? Mit ausgewiesenen Positionen oder mit schwammigen Pauschalangeboten? Man sollte sich die Angebote immer Position für Position erklären lassen!

Weiterhin sollte der Kunde sich nicht von geschönten Berechnungen, Stromlösungen oder Mietangeboten locken lassen. Zudem ist mieten immer teurer als kaufen! Hier gilt: entweder selbst- oder fremdfinanzieren! Und nicht zuletzt … wenn das Angebot viel günstiger ist,als marktüblich – Finger weg! Da zählt nur der schnelle Verkauf und dann heißt es auf Nimmerwiedersehen! Daran schließt sich gleich die Frage an, was ein seriöses Unternehmen ausmacht? Immer häufiger lesen wir, dass Kunden unzufrieden sind, weil Anlagen nicht fertig werden, nicht richtig funktionieren oder vom Versorger nicht freigegeben werden. Wie kann ich erkennen, ob Anbieter auch tatsächlich ihr Handwerk verstehen?

Matthias Becker: Am Anfang steht zwingend eine Vorort-Beratung durch eine qualifizierte Fachkraft! Keine „Google-Earth-Planung“ am Telefon! Wichtig ist ebenso, dass alles aus einer Hand geliefert und installiert wird. Mit eigenem Personal und nicht mit Subunternehmern! Genauso wichtig ist eine eigene Serviceabteilung des installierenden Betriebes. Hier hat der Kunde dann einen Ansprechpartner für alle eventuell aufkommenden Fragen und Support bei der Abwicklung mit Behörden und Netzanbietern. Zudem darf mittlerweile keine PV-Anlage mehr montiert werden,wenn das Unternehmen nicht nachweislich einen Dachdecker-Meister wie auch einen Elektrotechnik-Meister vorweisen kann!

Es kann auch nicht schaden, wenn Produkte mit langen Garantien verbaut werden, die über große Rückversicherer gewährleistet sind. Gleichzeitig erscheinen auch viele Aussagen aus dem politischen Umfeld als wenig zielführend. Das muss die Menschen doch verunsichern. Wie sehen Sie das, was muss die Politik da anders oder sogar besser machen? Matthias Becker: Ich habe mein politisches Denken in dieser Sache aufgegeben. Hierwerden schnelle Förderungen versprochen und verabschiedet, die nur für ein Strohfeuer sorgen. Es gibt weder für bereitwillige Investitionen seitens des Endkunden, noch für die ausführenden Unternehmen eine Planungssicherheit.

Wir laufen wieder Gefahr wie schon ab 2010 das Solarunternehmen durch diesen Hickhack in Schwierigkeiten bis hin zum Bankrott geraten. In den Anfangsjahren wurden auch in Deutschland Solarzellen und Paneele produziert. Inzwischen kommen die Produkte fast ausschließlich aus China beziehungsweise Fernost. Richtig? Werden dort qualitativ hochwertige Produkte hergestellt, die bedenkenlos verbaut werden können? Matthias Becker: Es werden etwa 95 Prozent der Photovoltaikmodule aus asiati- schen Ländern importiert. Es gibt jedoch Anbieter, die eigene Fertigungsstraßen haben oder über Kontrakte mit Unternehmenaus dem asiatischen Raum verfügen.

Hier zulande gilt: je günstiger das Modul, je qualitativ schlechter ist die Zelle und je dünner ist das Glas. Und manchmal auch begleitet von undurchschaubaren Lieferketten und Lieferanten. Die Verunsicherung in weiten Teilen der Bevölkerung ist riesengroß. Neben vielen technischen Fragen geht es natürlich auch immer um das liebe Geld. Welche Maßnahmen werden in welcher Höhe gefördert? Welche Fristen sind einzuhalten? Ist die Förderung auf bestimmte technische Lösungen begrenzt? Die Liste ließe sich unbegrenzt fortführen. Wie kann das Dilemma aus ihrer Sicht gelöst werden?

Matthias Becker: Das kann man leider nicht allgemeingültig sagen. Es gibt eine Reihe von Kommunen, die regionale Förderprogramm haben oder diese zukünftig (wieder) auflegen. Das hängt aber immer von der jeweiligen politischen Landschaft ab und ist am Ende natürlich auch eine Frage der öffentlichen Haushalte in den einzelnen Gebietskörperschaften. Fakt ist, dass eine bundesweit verlässliche Förde- rung aussteht. Strom selbst erzeugen durch Matbec Solar Gmbh: https://www.matbec.de/ #kerpen #rheinerftkreis #koeln #bonn #leverkusen

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