Auftrag zur Modernisierung der Inselfähre
Papenburg [ENA] MEYER RE hat den Auftrag zur umfassenden Modernisierung der Inselfähre „Frisia I“ der AG Reederei Norden Frisia erhalten. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Umrüstung des 1970 in Dienst gestellten Schiffs auf einen diesel-elektrischen Hybridantrieb. Darüber hinaus wird der Fahrgastsalon umfassend erneuert. Mit dem Auftrag baut MEYER RE seine Aktivitäten im Bereich der nachhaltigen Schiffsmodernisierung weiter aus
Das Projekt mit der AG Reederei Norden-Frisia verbindet diese beiden Aspekte und unterstreicht zugleich die Bedeutung des Fährsegments für die weitere Geschäftsentwicklung von MEYER RE. „Der Auftrag für die „Frisia I“ passt ideal zu unserer strategischen Ausrichtung, unseren maritimen Kunden nachhaltige Lösungen für die Weiterentwicklung ihrer Flotten anzubieten. Fähren sehen wir dabei als ein wichtiges Wachstumsfeld.“, sagt Bertram Koch, Geschäftsführer von MEYER RE.
Auch die regionale Bedeutung des Projekts spielt eine Rolle. „Wir danken der Reederei Norden-Frisia für den Auftrag für die Modernisierung der „Frisia I“ und Ihr Vertrauen in MEYER RE. Wir konnten gemeinsam das Projekt in der Region behalten.“, sagt Dr. Jan Meyer, Mitglied der Meyer Familie und ergänzt: „Außerdem freut uns, dass wir so ausgerechnet einem 1970 auf der Meyer Werft gebauten Schiff zu einer längeren und nachhaltigeren Lebenszeit verhelfen.“
Für den neuen Hybridantrieb werden die beiden Schottel-Antriebe mit effizienteren Dieselmotoren betrieben, während der zentrale Propeller künftig elektrisch angetrieben wird. Eine Batterieanlage mit einer Gesamtkapazität von 1.200 Kilowattstunden (kWh) versorgt den elektrischen Mittelantrieb und das gesamte Bordnetz. Die beiden bisherigen Dieselgeneratoren entfallen vollständig. Der Strom zum Laden der Batterie soll überwiegend aus Photovoltaikanlagen der Reederei und den dazugehörigen Speichersystemen stammen. Durch das neue Antriebskonzept soll der Kraftstoffverbrauch um mehr als 40 Prozent sinken, wodurch sich der CO₂-Ausstoß um bis zu 400 Tonnen pro Jahr reduziert.
„Mit der Modernisierung durch die MEYER RE verlängern wir den Lebenszyklus der „Frisia I“ um viele Jahre und werden damit dem umfassenden Nachhaltigkeitskonzept unseres Unternehmens gerecht“, sagt Reederei-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann. Neben der Antriebstechnik wird auch der Fahrgastsalon umfassend modernisiert. Geplant sind eine helle, freundliche Gestaltung des Innenraums, ein neues LED-Beleuchtungskonzept sowie die Modernisierung der Elektro- und Netzwerktechnik an Bord.
Die Umbauarbeiten sind von September 2027 bis zum 1. März 2028 vorgesehen. Anschließend soll die Fähre wieder im Verkehr zwischen Norddeich und Norderney eingesetzt werden. Die Gesamtinvestition für die Hybridisierung und Modernisierung beläuft sich auf rund 10 Millionen Euro. Die Reederei Norden-Frisia erhält für die Hybridisierung eine Förderung in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro im Rahmen der Förderrichtlinie „Nachhaltige Modernisierung von Küstenschiffen“ (NaMKü) des Bundesministeriums für Verkehr (BMV).




















































