Tuk Tuk - eine geniale Idee
Bangkok/Phnom Penh [ENA] Wer in Kambodscha unterwegs ist, weiß, dass ein Tuk Tuk ein Tuk Tuk ist. Aber was ist ein Samlor, eine Rikscha, ein Remorque (Remork)? Im Prinzip handelt es sich um das gleiche Fahrzeugmodell, geschaffen ursprünglich für den Personen-, später auch für den Warentransport.
Eine Rikscha lässt sich einfach nach Indien verorten, beim Samlor muss man schon nachdenken und wie beim Remorque (Remork) möglicherweise das Internet zu Rate ziehen.Samlor und Rikscha sind verwandt. Ersteres in Thailand, letzteres, wie erwähnt in Indien. Beim Samlor, die Verwandtschaft ist nicht zu übersehen, handelt sich um ein dreirädriges Fahrrad mit bequemen Sitzen im Fond und einem kleinen Dach, das die Passagiere kühl und bei Regen einigermaßen trocken hielt. Es war ideal für die Passagiere, die sich auf den Rücksitzen entspannt zu ihrem Ziel bringen lassen konnten.
ür den „Fahrer“ war es jedoch harte Arbeit, da er überall mit schwerer Last in die Pedale treten musste. In Japan waren diese Gefährte schon motorisiert und ab 1960 begann Thailand, solche Moto-Samlor aus Japan zu importieren. Die wesentliche Änderung betraf den Fahrer: Keine brennenden Oberschenkel und keine Schweißtropfen auf der Stirn. So begann in Thailand die Karriere eines fantastischen dreirädrigen Fahrzeugs, viel günstiger als ein Auto, mit hervorragender Manövrierfähigkeit in den engen und verstopften Straßen.
In Thailand lassen sich immer noch traditionelle Fahrradrikschas erblicken, doch das motorisierte Tuk-Tuk wurde schnell zu einem Symbol des Landes. Das ging sogar so weit, dass eine thailändische Teilnehmerin beim Miss-World-Wettbewerb 2015 als Tuk-Tuk verkleidet auftrat. Dieses ikonische "Tuk Tuk Thailand"-Kostüm des Designers Hirnakit Pattaraborionnkul, einem ein Mitarbeiter des Kulturministeriums, und getragen von Aniporn Chalermburanawong bei der Miss Universe 2015, gewann den Preis für das beste Nationalkostüm. Das futuristische, metallisch blaue Outfit mit 3D-Elementen, echten Scheinwerfern und einem Tuk-Tuk-Aufbau brach mit Traditionen und hob sich durch sein modernes, poppiges Design ab.
Zurück zum Tuk Tuk. Verschiedene Theorien machen den Versuch, dem Namen einen Ursprung zu geben. Die gängigste ist die, dass der Begriff von den „putternden” Geräusch abgeleitet wurde, das die ursprünglichen motorisierten Tuk Tuks machen. Bruce Haxton aus dem „thetuktukclub“ definiert den Unterschied zwischen Rikscha und Tuk Tuk folgendermaßen: »Wenn man nach Indien, Pakistan usw. reise, würden diese Dreiräder eher als „Autos” oder „Rikschas” bezeichnet. Tuk Tuk sei hier eher ungewöhnlich und eigentlich würden nur in Thailand (und Kambodscha) dreirädrige Fahrzeuge mit Motor als Tuk Tuks bezeichnet. Ebenso beispielsweise die motorradähnlichen Fahrzeugen mit Beiwagen, die man häufiger im Nordosten des Landes finden würde.
Das Fahrzeug bietet bequem Platz für drei Personen, die moderneren haben hinter der Rückbank einen Kofferraum. Die Erfindungsgabe, jedes Gepäckstück oder jeden Karton, der zur Fahrt gehört, mitzunehmen, ist grenzenlos, offenbar auch, was das Gesamtgewicht betrifft. Diese kleinen Fahrzeug sind bis zu 100 km/h schnell, und die Höchstgeschwindigkeit des Tuk-Tuks liegt bei etwa 130 km/h liegen, was vermutlich kein Passagiervergnügen sein dürfte. Als Multi-Purpose Vehicle (MVP) sind sie ideal für Kurzstreckenfahrten.
Die Geschichte der Tuk-Tuks reicht bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zurück und begann in Japan. Das Land hatte damals mit einer ernsthaften Verkehrskrise zu kämpfen und entwickelte die Idee für das ursprüngliche Tuk-Tuk. Diese Fahrzeuge stellten eine bahnbrechende Neuerung dar, da sie den Menschen eine bequemere und kostengünstigere Fortbewegungsmöglichkeit als die traditionellen Rikschas boten. Nicht nur die japanische Bevölkerung, sondern auch die anderer asiatischer Länder erlebten die motorisierten Samlor als bahnbrechende Neuerung, da sie den Menschen eine bequemere und kostengünstigere Fortbewegungsmöglichkeit boten als die traditionellen Rikschas.
Die gängigsten Varianten sind heute: Tuk-Tuks für den Transport großer Frachtstücke, Tuk Tuks für den normalen Personentransport, luxuriöse High-End-Tuk-Tuks und schon umweltfreundliche elektrische Tuk-Tuks. Um die Bedeutung des Tuk-Tuks im modernen Verkehr zu verstehen, genügt es nicht, lediglich zu wissen, was ein Tuk-Tuk ist. In Asien und Afrika gehören diese Autorikschas fest zur lokalen Kultur. Wenn Sie das Wesen einer Region wirklich erleben möchten, gibt es kaum eine bessere Möglichkeit als eine Fahrt mit dem Tuk Tuk.
Sehen, riechen, fühlen und erleben ohne trennende Seitenscheiben mit getönten Fenster machen den Fahrgast zum Teil des Geschehens. Die Dreiräder stehen wartend am Straßenrand und lassen den Passagier für eine geringe verhandelbare Gebühr an sein Ziel gelangen oder sie sind für längere Strecken mit mietbar. Selbstfahren ist ebenfalls möglich. Zusammengefasst ist das Tuk-Tuk als traditionelles Transportmittel in Kambodscha und Thailand bei Reisenden, die beispielsweise in Phnom Penh ankommen, sehr beliebt. Dieses Transportmittel, das von den Khmer und den Franzosen während der Protektoratszeit von 1863 bis 1953 als „Moto-Remorque” bezeichnet wurde, besteht, wie beschrieben, aus einem Motorrad vorne,
das einen Anhänger mit zwei einander gegenüberliegenden Bänken zieht, auf denen mindestens vier Passagiere Platz finden oder es wurde als Gesamtkabine gebaut. Seit 2017 haben Fahrdienst-Apps, ähnlich wie Uber, Einzug in Kambodscha gehalten. Apps wie beispielsweise „Grab“ in Phnom Penh zeigen den Fahrpreis im Voraus. Dadurch entfallen endlose Verhandlungen, die problematisch sein können. Die Bezahlung erfolgt am Ende der Fahrt in bar.
Da die Preise über diese Apps viel günstiger sind, fühlt es sich natürlicher an, ein Trinkgeld zu geben. Die Fahrpreise liegen je nach Entfernung in der Regel zwischen 75 Cent und maximal 2 Euro. Im Gegensatz dazu müssten Sie bei der traditionellen Variante zwischen 3 € und 7 € bezahlen oder sogar 10 €, wenn vier Personen im selben Fahrzeug fahren.




















































