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Plose, der Hausberg im Aufschwung

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom, 13.11.2025, 10:52 Uhr
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Rom [ENA] Wo immer man sich in Brixen befindet und den Blick „gen Himmel wendet“, sieht man die Plose. Der über 2.500 Meter hohe Gebirgsstock dominiert nicht nur das Becken der früheren Bischofsstadt, er ist auch eng mit Brixen verbunden: Die 2023 neu errichtete Umlaufbahn bringt im Sommer Wanderer*innen und im Winter begeisterte Ski- und Snowboardfahrer*innen, Rodler*innen und Schneeschuhwanderer*innen in wenigen Minuten bis

bis auf den Gipfel. Ziel vieler Winterwanderungen, Rodelpartien sowie Ski- und Snowboardfahrten ist der Einkehrschwung in gemütliche Hütten, um bei einem Aperitivo die Panoramaaussicht zu genießen oder sich mit einem genussvollen Mittagessen zu stärken. Übrigens beginnt am 5. Dezember 2025 die Wintersaison auf der Plose. Dem „Ruf des Berges“ folgten bereits Ende des 19. Jahrhunderts Alpinisten und Bergbegeisterte aus Nah und Fern. So entstand durch den Deutschen und Österreichischen Alpenverein (DÖAV) 1887 auf 2.447 Metern Höhe die erste Plosehütte. Das einfache Gebäude mit Unterkunft für 20 Personen, wurde bereits 1907 erweitert. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Plosehütte 1924 dem italienischen Alpenverein CAI – Sektion Brixen

übergeeignet. Es folgten weitere Umbauten, die umfangreichste davon in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, da die ersten Lifte auf die Plose in Betrieb genommen wurden. Die Plosehütte war immer schon, dank der besonderen Lage mit Rundum-Panoramablick, ein beliebtes Ausflugsziel zu allen Jahreszeiten. Mit großen Fenstern für eine uneingeschränkte Sicht auf die umliegenden Täler und Berggipfel, wie die nahen Dolomiten der Geislergruppe, besticht nun die neue Plosehütte ihre Besucher*innen. Die Architekten Stefano Peluso und Claudio Paternoster haben dieses Element in den Vordergrund gestellt. Die bis dahin vorhandenen Großraumzimmer wurden ebenfalls durch kleinere Zimmer mit eigenen Bädern ersetzt.

Neu ist in der Plosehütte auch das jungen Pächterehepaar aus Turin im Piemont. Claudia Fea und Fabrizio Marino sind eigentlich beide Architekten mit der Passion für das Bergleben. Fabrizio ist zudem Koch und Experte für Fotovoltaik-Anlagen, während sich Claudia um die Bewirtung der Gäste und das Back-Office kümmert. Sie bringen bereits eine jahrelange Erfahrung in der Führung verschiedener Schutzhütten im Alpenraum mit. Ab dem 20. Dezember 2025 bietet Fabrizio Marino eine einfache, gute, aber hochwertige Hausmannskost aus Tradition und Innovation an. Neben dem vielbeliebten italienischen „Minestrone“ (reichhaltige Gemüsesuppe) gibt es auch eine herzhafte Gulaschsuppe und verschiedene Knödel. Fleisch- und Wildgerichte sowie genussvolle

genussvolle Nachspeisen werden ebenfalls nicht fehlen. Gleich nach dem Beginn der Wintersaison auf der Plose am 5. Dezember, ist am 6. Dezember eine echte Premiere auf dem Programm. Erstmals wird vormittags der Heilige Nikolaus in luftiger Höhe seinen Segen und Süßigkeiten an Kinder und Wintersportler*innen verteilen. 40 km bestens präparierte Pisten erwarten Ski- und Snowboardbegeisterte auf der Plose. Highlight für anspruchsvolle Pistenfahrer*innen sind die zwei schwarzen Pisten: Die Trametsch mit ihren 9 km eine der längsten Pisten Südtirols von Kreuztal auf 2.050 Meter Höhe bis zur Talstation auf 979 Meter und die panoramareiche Crazy Horse,

die dem früheren Skirennläufer Erwin Stricker gewidmet ist, von der Pfannspitze auf 2.505 Meter Höhe bis zur Skihütte auf 1.900 Meter. Für jede/n Wintersportlertyp gibt es auf der Plose und an ihren Hängen geeignete Winterwanderwege, Pisten und Rodelbahnen. Und die richtigen Hütten für den berühmten Einkehrschwung. Am nördlichsten Hang der Plose, oberhalb des kleinen Weilers St. Leonhard, führt eine schöne Winterwanderung durch verschneite Wälder bis zur Ackerbodenalm. An der Talstation der Umlaufbahn gibt es gleich mehrere Hütten, die besonders für Aprés-Ski-Momente mit Musik und Aperitivos sorgen: P3, Plosestodl und wenig darüber Ban Rutzner mit Südtiroler Spezialitäten.

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