Dienstag, 10.02.2026 18:13 Uhr

Protest gegen die NATO-Sicherheitskonferenz

Verantwortlicher Autor: Sergej Perelman München, 03.02.2026, 13:01 Uhr
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Allegorie auf die Rolle der NATO. ANTI-SIKO-Demo, München, 2022. Fotograf: Sergej Perelman

München [ENA] Für den 14. Februar 2026 mobilisieren zwei Friedensbündnisse für Demonstrationen gegen die NATO-Sicherheitskonferenz (SIKO) in München. Es gehe bei der SIKO nicht um die Sicherheit der Menschheit, sondern um die Aufrechterhaltung der globalen Hegemonie des Westens durch die NATO, argumentieren die Gegner der Konferenz. Ihre Forderungen lauten u.a.: keine Wehrpflicht, keine Mittelstreckenwaffen für die BRD.

Das traditionelle 'Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz' (ANTI-SIKO) ruft für Samstag, 14.02.2026, unter dem Motto "Stoppen wir den Rüstungswahnsinn!" zu einer Auftaktkundgebung am Stachus (13 Uhr), einem Demonstrationszug (14 Uhr) in und einer kreativen Protestkette vom Stachus zum Marienplatz durch die Fußgängerzone auf. Das Bündnis 'Macht Frieden' ruft unter den Motto "Den Frieden gewinnen, nicht den Krieg" ebenfalls zu einer Auftaktkundgebung (13 Uhr, Odeonsplatz), einem Protestmarsch durch die Münchner Innenstadt und einer Abschlusskundgebung auf.

Das Anti-SIKO-Bündnis fordert unter anderem: "Nein zum Aufrüstungswahn! Keine militärische Konfrontation mit Russland! Friedenspolitik statt Militarisierung! Investitionen in Soziales, Krankenhäuser, Schulen, Wissenschaft und Forschung! Mehr Mittel für Infrastruktur, Umwelt- und Klimaschutz! Friedenslogik statt Konfrontation! Abrüstungsverträge statt der Stationierung von Raketen! Eine neue Friedensordnung auf der Grundlage der UN-Charta! Atomwaffen- verbot unterzeichnen und ratifizieren! Rüstungskontrolle u. vertrauensbildende Maßnahmen ausbauen! Atomwaffen aus Büchel abziehen. Keine Stationierung von US-Raketen! US-Basen in Deutschland schließen!"(1)

Acht zivilgesellschaftliche Organisationen aus München haben sich in einem Trägerkreis für die Ausrichtung der '24. Internationalen Münchner Friedenskonferenz' zusammengeschlossen. Diese findet unter der Überschrift „Gegen den Strom der Gewalt!“ im Salesianum am St. Wolfgangsplatz 11 in 81669 München statt. Das Eröffnungspanel der Friedenskonferenz am Abend des 13. Februar 2026 (19:00 Uhr) folgt dem Motto „I Refuse! - weltweiter Widerstand gegen den Krieg“. Dort werden u.a. Kriegsdienstverweigerer aus Israel, Russland und Ukraine von ihren Erfahrungen berichten. Das vollständige Programm ist unten verlinkt.(2)

'Macht Frieden', dessen Friedensforderungen mit denen von Anti-SIKO in wahrscheinlich allen Punkten übereinstimmen, stellt unter anderem diese Forderungen: "Wir wollen Abrüstung, Waffenkontrollverhandlungen und eine gemeinsame europäische Sicherheitsarchitektur. Wir sagen Nein zum Krieg gegen Russland und zu amerikanischen Mittelstreckenraketen! Diplomaten statt Granaten! Keine deutschen Waffenlieferungen in Kriegsgebiete!" Bei der Auftaktkundgebung werden u.a. der Theologe und Pazifist Dr. Eugen Drewermann, Dr. Rainer Rothfuß (AfD) und Dr. Ulrike Guérot als Redner erwartet. Das Bündnis Anti-SIKO distanziert sich von 'Macht Frieden', weil dieses einem AfD-Politiker eine Bühne bietet.(3)

(1) https://sicherheitskonferenz.de/Siko2026/8-Seiten-Leporello-Antisiko-2026.pdf (2) https://friedenskonferenz.info (3) https://macht-frieden.org/

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