Auslöschung einer Mehlschwalben-Kolonie stehe bevor
Biblis [ENA] RWE nehme die Auslöschung einer der bedeutendsten Mehlschwalben-Kolonien bei geplanter Sprengung am AKW Biblis billigend in Kauf, mahnt Wildtierschutz Deutschland e. V. in seiner Pressemitteilung vom 06. Januar 2026. Der letzte verbliebene Kühlturm beherberge den größten Teil der einst 423 Brutnester der in der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als "gefährdet" geführten Mehlschwalben.
"Der Abriss des letzten verbliebenen Kühlturms am AKW Biblis steht kurz bevor. Damit könnte die Mehlschwalbenkolonie mit etwa 800 Vögeln endgültig erlöschen. Gemeinsam mit weiteren lokal tätigen Naturschutzorganisationen haben wir den unten verlinkten offenen Brief an RWE Nuclear formuliert. Es gibt bereits eine breite regionale Öffentlichkeit für das Thema", erläutert Lovis Kauertz (Vorsitzender Wildtierschutz Deutschland e.V.) nach einer Presseanfrage.
Davon auszugehen, dass nach dem Abbruch des letzten Turmes die über 300 Brutpaare tatsächlich in die zur Verfügung gestellten Schwalbentürme umsiedeln würden - wie RWE es prognostiziert - sei absurd. Fachlich valide zu postulieren wäre das Erlöschen der Kolonie, da mangels gleichartiger Brutgelegenheiten die Schwalben im Jahr des Abbruchs nicht mehr zur Brut schreiten würden und aufgrund der kurzen (2-3 Jahre) Lebenserwartung der Mehlschwalbe die Lokalpopulation erloschen sein würde, somit das höchste Schutzgut im Sinne der Vogelschutz-Richtlinie, ergänzt Kauertz das Lagebild. Unten ist eine Petition für die Erhaltung der Mehlschwalbenkolonie verlinkt.
1) https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/mehlschwalbenkolonie-biblis-offener-brief-an-rwe-nuklear 2) https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-vermutlich-groesste-mehlschwalbenkolonie-an-den-kuehltuermen-des-akw-biblis




















































