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Keine Chance für Altenheim - Abriss droht!

Verantwortlicher Autor: Peter Schlusnus Herdecke, 09.07.2025, 17:38 Uhr
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Herdecke [ENA] Die bisherigen Bewohner des Altenheims in Herdecke Ende sind enttäuscht. Der Rat stimmt für die Variante des Investors aus Dortmund. Das Arial mit 18.000m² geht in Gänze an die Firma Purplerhino, um dann möglicherweise wieder geteilt zu werden. Die bisherigen Bewohner sind entsetzt über die Entscheidung von CDU, FDP, Linke, Die Partei und AfD. Für sie bedeutet dies mit hoher Wahrscheinlichkeit das Aus.

Auch wenn von Seiten des Investors immer wieder auf bestehende Mietverträge hingewiesen wird, ist ein Aus am jetzigen Standort doch sehr wahrscheinlich. Der neue Besitzer muss zwar in die vorhandenen Mietverträge einsteigen, doch der Gesetzgeber hat gesetzliche Ausnahmen aus wirtschaftlichen Gründen vorgesehen, welche es zulassen, die Mietverträge zu kündigen. Damit stehen dann die jetzigen Bewohner vor für sie kaum lösbare Mietprobleme.

Die SPD und die Grünen versuchten noch mit einem eigenen Antrag für den Investor Zecevic Zustimmung zu gewinnen, der seniorengerechtes Wohnen und Pflege im Bestand plant. Nach Auffassung der SPD und Grünen sei dies die seniorengerechteste Lösung und käme den Bedürfnissen aller Betroffenen am nächsten. Die beantragte und auch durchgeführte geheime Abstimmung ergab aber keine Mehrheit für diese Lösung. Nun, sollte es keine weiteren Änderungen mehr geben, wird eine Hälfte des Grundstücks wohl mit Neubauwohnungen bebaut und die andere Hälfte an den Investor aus Herne gehen.

Herr Kaffanke plant dort einen „Seniorencampus“, was immer man sich darunter vorstellen mag. Der Investor aus Dortmund würde gerne eine dreigeschossige Bauweise mit Staffelgeschoss auf dem obigen Grundstücksteil verwirklichen. Was ist nun erreicht? Verunsicherte Bewohner in den jetzigen Räumlichkeiten, eine durchaus noch nicht gesicherte Planung und Bebauung, wahrscheinlich keine gesicherte, seniorengerechte und pflegegerechte Betreuung in Herdecke -Ende. Auf jeden Fall haben die Bewohner noch nicht aufgegeben, sie wollen weiter für ihre Belange streiten und alle Möglichkeiten nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Stadt selber kommt ja als Investor, z.B. mit der HGWG, nicht in Frage! Warum eigentlich nicht?

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