Kalabria Italiae Mundi e.V. und Bürgermeister Völklingen
Völklingen [ENA] Kalabrien im Mittelpunkt in Deutschland: Kalabria Italiae Mundi e.V. trifft den Bürgermeister von Völklingen Stephan Tautzin anwesenheit von Lars Hüsslein, Beigeordneter für Kultur und Direktor der Volkshochschule (VHS) für neue Kooperationsprojekte.
VÖLKLINGEN (Deutschland) – Kalabrien steht erneut im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit – dank des Engagements des Vereins Kalabria Italiae Mundi e.V., einer in Deutschland aktiven kalabrischen Organisation, die Kultur, Solidarität und die Verbindung zwischen den italienischen Gemeinschaften im Ausland fördert. Unter der Leitung von Präsident Silvestro Parise, Vizepräsidentin Elisa Cutullè und Sekretärin Caterina Perino, die vielen Jahre für die regionale Caritas tätig war, traf die Delegation im Rathaus von Völklingen den Bürgermeister Stephan Tautz, in Anwesenheit von Lars Hüsslein, Beigeordneter für Kultur und Direktor der Volkshochschule (VHS).
Es war ein herzliches und bedeutungsvolles Treffen, bei dem der Bürgermeister an die lange und wichtige Geschichte der italienischen Einwanderung in der saarländischen Stadt erinnerte – insbesondere an die süditalienischen Arbeiter in den Stahlwerken, die zu den ersten ausländischen Kräften gehörten, welche zur industriellen und sozialen Entwicklung der Region beitrugen. „Wir freuen uns sehr, endlich eine Beziehung gegenseitiger Zusammenarbeit mit einer so aktiven und dynamischen Organisation wie Kalabria Italiae Mundi e.V. aufzubauen“, erklärte Bürgermeister Tautz und betonte die Bedeutung der Werte von Solidarität und Integration, die beide Gemeinschaften verbinden.
Während des Treffens präsentierten Silvestro Parise, Elisa Cutullè und Caterina Perino ein faszinierendes, oft unbekanntes Bild Kalabriens – eine Region voller Kultur, Geschichte und Potenzial. Als Zeichen der Freundschaft überreichte der Verein dem Bürgermeister ein Exemplar des „Lunario“, eines Werkes mit den Berechnungen des Mathematikers Luigi Lilio aus Cirò, auf deren Grundlage Papst Gregor XIII. den heutigen gregorianischen Kalender einführte. Ein symbolisches Geschenk von großem kulturellem Wert, das zuvor bereits drei bedeutenden Persönlichkeiten in Deutschland überreicht worden war: Bischof Stephan Ackermann (Trier), Italiens Generalkonsul in Frankfurt Massimo Darchini und EU-Abgeordnete Emanuela Ripa.
Das Treffen endete mit der Aussicht auf eine zukünftige Teilnahme des Bürgermeisters und des Kulturbeauftragten an einer der kommenden karitativen Aktionen des Vereins, die für den 12. Februar geplant ist – in Zusammenarbeit mit der Diakonie Saar und dem Caritasverband für Saarbrücken und Umgebung e.V. Zu den Themen des Gesprächs zählte auch die Idee einer „aktiven Städtepartnerschaft“ zwischen der deutschen Stadt und einer Gemeinde in Kalabrien – eine konkrete, lebendige Verbindung, geprägt von kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Austausch, die über reine Formalitäten hinausgeht.
„Unser Ziel“, erklärte Präsident Parise, „ist es, Brücken der Menschlichkeit und Zusammenarbeit zwischen Kalabrien und der Welt zu bauen. Die Geschichte unserer Auswanderer verdient es, erzählt und gewürdigt zu werden – als Zeugnis von Arbeit, Würde und Integration, ebenso wie die Geschichte unseres Landes und seiner identitätsstiftenden Produkte.“ Ein bedeutender Schritt, der Kalabrien erneut als Land der Kultur, Gastfreundschaft und des internationalen Dialogs bestätigt – fähig, den tiefen Wert seiner Identität und Menschlichkeit nach Europa zu tragen.




















































