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Willkommen "Im weißen Rössl"

Verantwortlicher Autor: Karl-Wolfgang Fleißig Heldritt, 23.08.2023, 13:46 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 12865x gelesen
Premiere auf der Waldbühne Heldritt
Premiere auf der Waldbühne Heldritt  Bild: K.-W. Fleißig

Heldritt [ENA] Sommeroperette Heldritt 2023 +++ "Im weißen Rössel" von Ralph Benatzky +++ Premiere am 10. August 2023 +++ Tolle Sänger/Schauspieler, Super-Stimmen, perfekte Kulisse +++ Tolles Team auch vor, hinter und neben der Bühne +++ Besondere Atmosphäre der Waldbühne im Bad Rodacher Ortsteil Heldritt +++

Mit ihrer diesjährigen Operette "Im weißen Rössl" von Ralph Benatzky feiern die "Coburger Operettenfreunde e.V." vom 10. bis 20. August 2023 ihr fünfjähriges Jubiläum an der Waldbühne in Heldritt. Die zehn Solistinnen und Solisten haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um auch in diesem Jahr wieder ihr Publikum begeistern zu können. Die Musikfreunde werden diese Operette sicherlich kennen. Schließlich ist das Stück "Im weißen Rössl" auch bekannt durch den Filmklassiker mit Peter Alexander aus dem Jahr 1960 und seinen immer wieder gern gehörten Melodien und herzigen Dialogen. Die Uraufführung des Singspiels gab es im Jahr 1930.

Da sitzt im Biergarten am Ufer des Wolfgangsees Robert Gilbert (Claus J. Frankel), der gerne ein Buch, einen Roman, schreiben möchte. Das gelingt aber nicht so richtig, denn auf der Waldbühne in Heldritt geht es turbulent zu. Der Zahlkellner Leopold Brandmeyer (Harald Wurmsdobler) ist in seine Chefin, die Josepha Vogelhuber (Rita-Lucia Schneider) verliebt, die jedoch Augen für einen anderen Mann, den Stammgast Dr. Otto Siedler (Martin Fösel) hat. Hotelchefin, Zahlkellner und Gustl, der Piccolo (Simon Schober) warten im Wirtshaus auf neue Gäste - auf Chinesen. Die wollen aber nicht kommen.

© K.-W. Fleißig
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Derweil sinniert man über die Speisekarte. Die Speisen sollen beispielsweise vegan sein. Und die Bezahlung? Mit einer EC- oder Kreditkarte, das geht nicht. Es muss Barzahlung sein. Das Gästekarussell dreht sich weiter. Wilhelm Giesecke (Michael Mrosek) reist mit Tochter Ottilie (Julia Domke) an. Immer wieder bereut er, nicht nach Ahlbeck gefahren zu sein. Schließlich erscheint der tolle Siegesmund Sülzheimer (Tobias Engelhardt) sowie die Individualreisenden Prof. Dr. Hinzelmann (Rainer Möbus) und die lispelnde Tochter Klärchen (Dominique Dietel). Mit der Bahn fahren? Kein Problem, denn das Deutschlandticket macht es möglich.

Es erklingen solche Ohrwürmer wie „Es muss was Wunderbares sein“, „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ oder auch „Im Salzkammergut, da kann man gar lustig sein“. Nicht zu vergessen die Melodie „Was kann der Siegesmund dafür“ oder „Aber meine Herrschaften“. Ja, und Dr. Siedler ist „schockverliebt“ in Ottilie. Schließlich ist die ganze Welt auch himmelblau, wenn er in ihre Augen schaut.

Die Differenzen zwischen Leopold und Josepha gehen so weit, dass der Zahlkellner von seiner Chefin gekündigt wird. Leopold, gewitzt wie er ist, zieht als Gast in das Hotel ein und bringt so manches darin durcheinander. Am Ende der entstandenen Verwicklungen jedoch erreicht er sein Ziel und kann die Liebe seiner Josepha gewinnen. Im Märchen würde man sagen: "Ende gut - alles gut!"

© K.-W. Fleißig
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Die Sommeroperette Heldritt

In der Überarbeitung der Operette und auch in der Regie von Rita Lucia Schneider, muss man sich auf „keine verklärt nostalgischen Abende einstellen“. Das „Rössl“ kann man "mit frischem Wind auf der Waldbühne Heldritt erleben". Reinhard Schmidt leitet traditionell das Orchester der Sommeroperette Heldritt. Der Chor der Sommeroperette Heldritt unter der Leitung von Stefan Meier verstärkt die Solisten und der „Musikverein Stadt Rödental e. V.“ als Kaiserkapelle hat ebenfalls zum Auftritt des Kaisers, der letztendlich keiner ist, ein Stelldichein. Friedhelm Wölfert, zuständig für die technische Leitung und den Aufbau des Bühnenbildes, hat auch im Jahr 2023 wieder mit seinen Unterstützern eine schweißtreibende Arbeit geleistet.

Wie sieht sich die Sommeroperette Heldritt übrigens selbst? „Die Sommeroperette Heldritt ist das interessanteste Festival für musikalisches Unterhaltungstheater zwischen dem Fichtelgebirge, Erfurt und dem Vogelsberggebiet, weil wir Operette als ernstzunehmendes Genre begreifen und einen niederschwelligen Zugang zur sogenannten „Hochkultur“ bieten“, so die Pressesprecherin der Sommeroperette Friederike Möbus. Weitere Vorstellungstermine sind • Donnerstag, 17. August 19:30 Uhr • Freitag, 18. August 19:30 Uhr • Samstag, 19. August 14:30 Uhr und 19:30 Uhr • Sonntag, 20. August 16:00 Uhr Nähere Informationen gibt es unter https://www.sommeroperette-heldritt.de/

© K.-W. Fleißig
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