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Hellsinki Metal Festival findet erstmalig statt

Verantwortlicher Autor: Sven Wiese Helsinki, 14.08.2023, 21:16 Uhr
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Blind Guardian, vom Co zum Headliner am Freitag
Blind Guardian, vom Co zum Headliner am Freitag  Bild: Sven Wiese

Helsinki [ENA] Mit deutscher Beteiligung der Powermetalband Blind Guardian und den Thrashern von Sodom findet zum ersten Mal das Hellsinki Metal Festival statt. Der große Wehrmutstropfen war die kurzfristige Absage von Helloween, die von Apocalyptica ersetzt wurden.

Power-, Thrash-, Punk-, Hardcore- und Death Metal, für jeden Geschmack war an den zwei Tagen auf drei Bühnen etwas dabei. Veranstaltet wurde das Festival in der Eishalle und auf dem dazugehörigen Gelände in Helsinki und wurde an beiden Tagen von insgesamt 10.000 Metalheads besucht. Anders als vielfach in Deutschland, fand die Veranstaltung auf Hallenboden und Asphalt statt und nicht auf Äckern oder Feldern statt. Zwar bliebt das Wetter durchweg gut und sogar meist sonnig, aber auch bei Regen wäre es bei dem Untergrund nicht zu Komplikationen wie etwa zuletzt in Wacken gekommen. Zudem erfolgte die Anreise bequem per Bus und Straßenbahn.

Los ging es am Freitag auf den beiden Außenbühnen mit Powermetal und den kanadischen Thrashern von Voivod (immer eine Bank), bevor die bekannten Punk-Metaller von Clawfinger für das erste Highlight des Tages sorgten. Währenddessen ließen es die Death Metal Ladies von Asagraum auf der KAOS-Bühne in der Halle krachen. Gefolgt von Chamber of Unlight und Suicidal Angels knallte es weiter bis zu den Highlight des Genre an diesem Tag Benighted, Impaled Nazarene und Batushka.

Die Alt-Thrasher von Sodom drehten voll auf

Auf den beiden Außenbühnen ging es mit den Briten der Metalcoreband Monuments weiter, die der Menge einheizten, um dann Stratovarius auf die Bühne zu schicken. Timo Kotipelto spielte das Set leidenschaftlich und professionell, wie man es gewohnt ist. Dann war es an der Zeit für das erste deutsche Schwergewicht der Metal-Szene, den Alt-Thrashern von Sodom. Die Mannen um Tom Angelripper gehören unbestritten mit Kreator, Destruction und Tankard zu den Top-Four des deutschen Thrashs und sind seit ihrem Beginn in den 80ern nicht mehr wegzudenken.

Gleich darauffolgend gaben sich die deutschen Powermetaller Blind Guardian die Ehre. Der Sänger Hansi Kürsch feierte auf dem Festival gemeinsam mit den Fans seinen Geburtstag und die Band gab ein großartiges Set zum Besten. Schöner wäre es sicherlich gewesen, wenn man den Mannen aus dem Westen der Republik noch eine 30-minütige Verlängerung gegönnt hätte, denn somit musste auf Einiges verzichtet werden. Eine zusätliche Spielzeit wäre durchaus drin gewesen, denn leider mussten die Kürbisköpfe von Helloween auf Grund einer Kehlkopfentzündung ihres Sängers Michael Kiske den Auftritt absagen (Gute Besserung Michael!).

Dark Funeral machten sich keine Freunde bei den Journalisten, wurden doch alle Anfragen und auch die Fotografenzulassung gestrichen, kein feiner Zug, nur kurz, Set 'naja', Sound schlecht. Anstelle der fehlenden Truppe von Helloween wurden kurzfristig die Lokalmatadoren von Apocalyptica engagiert. Natürlich kein gleichwertiger Ersatz, aber mit viel Pyro gaben sie ein gutes Set zum Besten, in dem natürlich die Metallica-Cover-Versionen Master of Puppets und Seek and Destroy nicht fehlten.

Den zweiten Tag waren mit Leprous, Emperor und Watain noch weitere Schergewichte der bekannten Metal-Szene am Start. Leider war ein Besuch an diesem Tag aus perönlichen Gründen nicht möglich. Dennoch war es alles in Allem eine gelungene Veranstaltung, die sich noch einige Verbesserungen gefallen lassen darf. Vielleicht gelingt es ja Helloween spätestens zur zweiten Ausgabe in Finnland auftreten zu lassen.

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