Mittwoch, 23.09.2026 00:35 Uhr

45 Jahre Freunde des Museums Pfalzgalerie mpk

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Kaiserslautern, 22.09.2026, 12:44 Uhr
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Kaiserslautern [ENA] Am letzten Sonntag, dem 20. September, feierten die Freunde des Museums Pfalzgalerie ihren 45. Gründungstag mit einer Jubiläumsmatinee. Die Vorsitzende des Vereins, Frau Bettina Bachem, verwies mit Stolz auf die Historie der Gründung am 18. Nov. 1981. 14 engagierte Kunstfreunde zählten zu den Mitbegründern, zahlreiche weitere Personen sind auch heute noch engagiert in Funktionen dabei.

Die Jubiläumsmatinee stellt gleichzeitig die Wiedereröffnung der ursprünglichen Aula dar, die mit finanzieller Unterstützung durch den Bezirksverband Pfalz gelungen ist, dieses Haus lebendig zu halten. „Schön, dass dieser Ort, an dem der Verein vor 45 Jahren gegründet wurde, heute wieder der Mittelpunkt unseres gemeinsamen Engagements für das mpk wird“, so Frau Bachem. „Unsere Aula ist nicht auch nur ein Raum; sie erzählt Geschichte. Sie wurde von Jagsch Architekten in Zusammenarbeit mit der Bauabteilung des Bezirksverbandes behutsam saniert, in respektvollem Rückgriff auf die Bauästhetik der 50er Jahre, der Zeit, in der das mpk nach dem Krieg wiedererrichtet wurde.“

Ältere Besucherinnen und Besucher erinnern sich daran, dass die Aula einst der Meisterschule und der Ingenieurschule als Klausurensaal diente – Räume mit Lern- und Prüfungskultur, die heute in neuem Glanz wieder lebendig werden. Hierzu zählen auch die Stühle; es handelt sich um echte Designklassiker aus den 50er Jahren des dänischen Designers Arne Jacobsen, die dem Raum das richtige Flair geben. Spenden sollen dabei helfen, die komplette Einrichtung auszustatten. Ein weiterer Höhepunkt im Programm richtete sich an den Direktor des mpk Herrn Steffen Egle. „ Ich halte nichts in den Händen, was wir als Geschenk zum Jubiläum des Freundeskreises an das mpk überreichen könnten.

Das liegt nicht daran, dass es nichts gibt, sondern daran, dass die Arbeit der Künstlerin Lilly Lulay bereits in der Sammlung zu sehen ist.“, so die Vorsitzende. Die Künstlerin Lilly Lulay war präsent und stellte ihre fotobasierte multiperspektivische Kollage mit großer Freude vor. Lilly Lulay wurde 1985 in Frankfurt geboren und studierte Fotografie, Bildhauerei und Mediensoziologie in Deutschland und Frankreich. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit der Fotografie als kulturellem Werkzeug auseinander, das ein fester Bestandteil des Alltags ist. Im vollen Bewusstsein der heutigen Überproduktion von Bildern nutzt Lulay eigene und fremde Fotografien als „Rohmaterial“.

Mit einer Vielzahl von Techniken, die vom Laserschneiden bis zur Stickerei, von der Installation bis zur Collage reichen, verwandelt Lulay Fotografien in greifbare Objekte. Mit ihrer Arbeit untersucht sie den Einfluss, den fotografische Medien auf soziales Verhalten sowie auf Mechanismen der individuellen und kollektiven Wahrnehmung haben (hatten). Für ihre Arbeiten erhielt Lilly Lulay mehrere Preise und Stipendien.

Ein weiterer kultureller Schwerpunkt lag im belebenden Konzert der bekannten Pianistin Sandra Urba. Sie forderte den Flügel, den die Freunde bereits einst dem Museum Pfalzgalerie gestiftet haben in seiner gesamten Tonalität. Die litauische Pianistin Sandra Urba lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie in Kaiserslautern. 2015 schloss sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab. Sandra Urba erzielte viele Preise und Stipendien bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben. Frau Urba ist eine gefragte Pianistin für Solo- und Kammermusikkonzerte. Seit 2017 unterrichtet sie Klavier an der Hochschule für Musik Detmold, sowie an der Universität Paderborn.

Frau Urba wird öffentlich gewürdigt mit folgenden Sätzen: Es ist das tiefgründige Verständnis für die Musik, ihre starke Bühnenpräsenz und die präzise Art ihres Spiels, ihre musikalische Ausdrucksstärke ist erfrischend temperamentvoll, sehr feinsinnig und besticht durch Leichtigkeit und Transparenz. In der Atmosphäre der in neuem Glanz erstahlenden Aula fanden bei Kaffee und Kuchen vertiefende und angeregte Gespräche statt. Mit dem Wunsch, sich von der Kunst, von Führungen und Gesprächen inspirieren zu lassen und eigene Perspektiven zu erweitern, soll dieser Ort weiterhin Türen zu neuen Erkenntnissen öffnen und Menschen verbinden, entsprechend der Bedeutung der Aula, beendete Frau Bachem den offiziellen Teil.

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