Formel-E Monaco: Mahindra Racing mit de Vries in Topform
Monte-Carlo (MCN) [ENA] Mahindra Racing präsentierte sich in Monte Carlo in Topform. Die Fahrer belegten im letzten freien Training vor dem Qualifying am Vormittag die Plätze eins und zwei. Nyck de Vries war heute Morgen in Monaco in beiden freien Trainingssitzungen der Schnellste.
Während wir uns auf das Qualifying um 10:40 Uhr Ortszeit vorbereiten, präsentierte sich das Mahindra Racing in Monte Carlo in Topform. Die Fahrer belegten im letzten freien Training vor dem Qualifying am Vormittag die Plätze eins und zwei. Nyck de Vries war erneut der Schnellste, Edoardo Mortara folgte 0,160 Sekunden hinter seinem Teamkollegen auf Platz zwei. Mitch Evans wurde Dritter für Jaguar TCS Racing, gefolgt von Maximilian Günther auf Platz vier für DS Penske und Jake Dennis auf Platz fünf für Andretti.
Die Session war noch nicht lange im Gange, als sie nach einer Berührung zwischen Zane Maloneys Lola Yamaha ABT und der Leitplanke am Ende der Beau Rivage abgebrochen werden musste. Er meldete einen Bremsausfall, konnte aber aussteigen und in seine Box zurückkehren, um den Rest der Session zu verfolgen. Die roten Flaggen verkürzten die ohnehin schon kurze Session zusätzlich, wodurch es entscheidend war, dass Teams und Fahrer ihre Setups perfekt abstimmten. Auch für Taylor Barnard im DS Penske gab es einen Beinahe-Unfall. Beim Herausfahren aus dem Tunnel übersteuerte sein Wagen stark und berührte die Leitplanken leicht, was jedoch ausreichte, um sein Lenkrad zu verformen.
Monte Carlo ist seit den Anfängen der Rennserie ein fester Bestandteil des Kalenders; dabei nutzte die Meisterschaft zunächst eine verkürzte Streckenführung der berühmten Piste, bevor sie in der siebten Saison auf das volle Layout umstellte. Die Fahrer lieben die Strecke, und dank der schnellen, aber schmalen Rennwagen sind die Überholmöglichkeiten schier endlos – so wurden beispielsweise in der neunten Saison sage und und schreibe 116 Überholmanöver verzeichnet. Nach wie vor gibt es Kurven wie Rascasse, den Casino Square und die Grand-Hotel-Haarnadel, und Überholmanöver finden sich an einer Fülle unerwarteter Stellen – etwa beim Vorbeiziehen im Abstand von wenigen Zentimetern auf der Steigung bei Beau Rivage.
Zudem wurden drei der acht Rennen mit einem Vorsprung von weniger als einer halben Sekunde entschieden! Die vollständige Streckenführung wird mit ihrer steilen Steigung und den Hochgeschwindigkeitsabschnitten erneut das Energiemanagement der Fahrer auf die Probe stellen. Im vergangenen Jahr erlebten wir zwei Sieger: den heutigen Weltmeister Oliver Rowland von Nissan, gefolgt von Sébastien Buemi von Envision Racing, der damit seinen dritten – und einen weiteren Rekord brechenden – Sieg im Fürstentum in der Formel E einfuhr. Im vergangenen Jahr wurde zudem das Format mit zwei Rennen pro Wochenende eingeführt – doppelter Fahrspaß also!
Dieses Format wird auch in der aktuellen Saison beibehalten, mit zwei aufeinanderfolgenden Renntagen. Dies bringt zudem mit sich, dass am Samstag ein „PIT BOOST“-Rennen ausgetragen wird, um die strategische Komponente zu beleben: Die Fahrer müssen dabei einen obligatorischen Boxenstopp zur Rennmitte einlegen, bei dem die Fahrzeuge einen extrem schnellen Energieschub erhalten. Dies geschieht durch einen 30-sekündigen Boost mit 600 kW Leistung in der Boxengasse, der dem einen Energiegewinn von 10 % (3,85 kWh) beschert. Dadurch steht insgesamt mehr Energie zur Verfügung, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Überholmanöver und packende Zweikämpfe auf der Strecke erhöht, da die Fahrer noch mehr Reserven im Tank haben.




















































