Dienstag, 20.04.2021 22:38 Uhr

Wo landet das Asset Management der CS?

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti zürich, 08.04.2021, 08:07 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 2181x gelesen

zürich [ENA] Im Markt gehen Gerüchte über Verkauf der Einheit um. CS-Grossaktionär Harris Associates gehört zur französischen Natixis, die hat Ambitionen. Thomas Gottstein, der Herrscher der Credit Suisse, hält sich zu den Verlusten rund um die Greensill-Fonds bedeckt. Laut Insidern will er möglichst die Kunden die Rechnung zahlen lassen. Hintergrund könnte sein, dass die CS ihr Asset Management verkaufen will.

Je nachdem wäre entscheidend, wer den Greensill-Ausfall zu tragen hätte: die Bank oder die Kunden. Als starken Mann fürs Asset Management haben Gottstein und CS-Noch-Präsident das Schweizer Banking-Schlachtross Ulrich Körner geholt. Körner könnte den Auftrag haben, das Asset Management mit über 3’000 Mitarbeitern zum Bestpreis loszuschlagen. Als Käufer kommen auch die deutsche DWS und die französische Natixis in Frage. Übers Osterwochende machte die DWS die Runde im Markt. Die Deutsche-Bank-Tochter sei interessiert am CS Asset Management. Als Körner noch bei der UBS war und dort das Asset Management leitete, prüfte die Nummer 1 der Schweiz mit DWS einen Schulterschluss. Die Rede war damals davon, dass die UBS ihr Asset Management in die DWS

einbringen und sich im Gegenzug an der kotierten Gesellschaft beteiligen würde. Spannend ist die Natixis. Zu ihr gehört Harris Associates, eine US-Finanzfirma, die rund 5 Prozent an der Credit Suisse hält. Deren Chief Investment Officer, David Herro, stärkte Gottstein in der grossen Krise vom März den Rücken. Gottstein sei der Richtige, um die Bank am Paradeplatz in die Zukunft zu führen. Dahinter könnte das angeschlagene Asset Management der CS stecken. Die Mutter von Harris, die französische Natixis, könnte nämlich ihrerseits ein Auge auf die CSAM geworfen haben.

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