Mittwoch, 21.10.2020 18:06 Uhr

Italiens Wirtschaftsindikator am Prüfstand

Verantwortlicher Autor: Felix Pfitscher Frankfurt am Main, 27.09.2020, 10:14 Uhr
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Das Nationaldenkmal Viktor Emanuel II
Das Nationaldenkmal Viktor Emanuel II  Bild: F.Pfitscher

Frankfurt am Main [ENA] Die weltwirtschaftlichen Auswirkungen dieser Corona-Pandemie überflügelt mehr als das, was man im Vorhinein erspähen konnte. In einigen EU Ländern, wie zum Beispiel Italien, der drittgrößten Wirtschaft des Euroraums sind die Wirtschaftsmechanismen nahezu lahmgelegt.

Besonders erheblich eingeschränkt sind Unternehmer aus Betrieben, die unmittelbaren und engen Kontakt zum direkten Kunden haben. Der Tourismus ist in besonderem Ausmaß betroffen, Hotels und Gaststättengewerbe, einschließlich Clubs, Vereine, Discos und Tanzlokale haben Millionen Einbußen in 2020 zu verzeichnen. Auch in den Luxus-Branchen, insbesondere der Modebranche in Mailand und Rom sind äußerst angespannte Gesichter zu erkennen. Messen, Veranstaltungen und größere Meetings bleiben geschlossen.

Roms Koluseum

Die Wirtschaftsfolgen dieser „ COVID-19 Pandemie“ sind nach wie vor kaum einzuschätzen. Langfristige Schäden könnten hier leider weiter zum Tragen kommen. Seit 1. April 2020 nahm in Italien das Bruttoinlandsprodukt um knappe 13 Prozent ab. Jetzt liegt Italiens Hoffnung bei dem zugesagten EU Aufbau- Fonds. Denn nach unzähligen und zähen Verhandlungen mit der EU-Kommission, erhält Italien einen durchaus sehr zufriedenstellenden Wiederaufbaufonds von rund 209 Milliarden Euro. Abzuwarten bleibt, wie das Land den Recovery-Fonds verbreiten und einsetzen wird.

Wie die Umsetzung zum Tragen kommen sollte, hatte Italiens Premier Giuseppe Conte bereits in den zurückliegenden Wochen angekündigt: Seine Wunschdenken/ Wunschvorhaben sieht wie folgt aus: Effiziente Digitalisierung und Innovation, Modernisierung der staatlichen Verwaltung, Infrastrukturen, soziale Gleichheit, Gesundheit und Bildung, Wettbewerbsfähigkeit, sowie Forschung und Kultur. Dennoch bin ich der Meinung, bevor etwas in „BELLA ITALIA „ neu justiert werden kann, sollte primär, das Substantielle geregelt werden. Der EU- Kommissar, Paolo Gentiloni drängte die Regierung dazu, dass das Geld dafür zu nutzen ist, die alten Probleme zu lösen. Den Plan für den Wiederaufbau muss Italien bis 16. Oktober 2020 zur Einsicht in Brüssel vorlegen.

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