Freitag, 10.02.2012 21:39 Uhr

VIII. Gay Games in Köln eröffnet

Verfasser: Martin Brand , 04.08.2010, 13:35 Uhr
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Gay Games starten mit grandioser Eröffnungsfeier in Köln Größtes schwul-lesbisches Kultur- und Sportfest der Welt Guido Westerwelle Als Schirmherr eröffnet die "Gay Games" (Köln 1. August 2010) In Köln haben am Samstag die VIII. internatonalen "Gay Games", die Olympischen Spiele der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen begonnen. Schrille Outfits, skurrile Typen und jede Menge Fun: Rund 25.000 BesucherInnen verfolgten am Samstag (31.07.2010) das grandiose Programm nach dem Einmarsch der 10.000 TeilnehmerInnen aus 70 Nationen. Als Schirmherr der Veranstaltung sprach Bundesaußenminister Guido Westerwelle die Eröffnungsrede. Eine Woche lang finden in 35 Disziplinen Wettbewerbe statt.

Viele kamen in Landestrachten und schrillen Kostümen, etwa aus Mexiko, Südafrika, Thailand oder Frankreich. Beim Mitfeiern gesehen: Komödiantin Hella von Sinnen, Oberbürgermeister Jürgen Roters, WDR-Moderatorin Bettina Böttinger, Grünenpolitiker Volker Beck und Schauspieer Marco Schreyl.

Emotionale Eröffnungsfeier verspricht schöne Spiele Gleich wie bei den Olympischen Spielen war der Einmarsch der 10.000 Aktiven aus 70 Ländern zu den Gay Games in Köln. Angeführt wurde das Teilnehmerfeld von einem einzelnen Sportler aus Angola, zum Schluss lief mit der deutschen Mannschaft das Städteteam aus Köln ein, zu dem alleine 900 Sportler gehören

Mit knapp 3.000 Teilnehmern wird das Gastgeberland Deutschland davon alleine 900 aus Köln in der kommenden Woche die meisten Bewerber in die Wettkämpfe um Medaillen schicken, aber auch die USA mit knapp 2.000 und Großbritannien mit fast 800 "Delegierten" sind bei den Gay Games stark vertreten.

Spaß und Gänsehaut pur Diesem furiosen Auftakt folgte eine energiegeladene Trommelshow um alle Gäste und TeinehmerInnen musikalisch-rhythmisch in Stimmung zu bringen. Westerwelle mit bewegender Rede Nachdem alle SportlerInnen durch das Kölner Stadion gezogen waren, boten die Macher der "Gay Games" ein buntes Programm aus klassischer Orchestermusik und modernen Titeln.

Begrüßt wurden die 25.000 Menschen im Rheinenergie-Stadion von Bundesaußenminister Guido Westerwelle, dem bislang ranghöchsten Schirmherrn in der Geschichte der Gay Games. Danach gedachte der FDP-Chef Westerwelle jenen 21 Menschen, die am vergangenen Wochenende bei der Loveparade in Duisburg ums Leben gekommen waren und hoffte, dass die hundert Verletzten bald wieder gesund würden.

Überdies sprach Westerwelle, der sich zu seiner Homosexualität offen bekennt, von der Ehre, die Gay Games erstmals in Deutschland austragen zu dürfen. Er wies aber auch auf jene Generation hin, die "für unsere Freiheit gekämpft hat". Auch nicht vergessen werden dürften die Opfer von Diskriminierung im Zusammenhang mit Homosexualität: "Keine Religion kann Mord rechtfertigen", meinte Westerwelle Bezug nehmend auf Glaubensrichtungen, bei denen Lesben und Schwule verfolgt und getötet werden.

Zum Showprogramm der Eröffnungsfeier gehörten der Auftritt einer großen Marchingband aus den USA, Feuerkünstler, Tänzer, ein Chor, Fahnenträger und die Sängerinnen Agnes und Taylor Dayne, die ihre Top-Hits präsentierten. Zudem wurden die Regenbogenfahne gehisst und das Gay-Games-Feuer durch einen Feuerspucker entzündet. Taylor Dayne sang zum Abschluss der knapp dreistündigen Show den Gay-Games-Song „Facing a miracle“.

Das nach Veranstalterangaben größte lesbisch-schwule Sport-und Kulturevent der Welt findet erstmals in Deutschland statt. Eine Woche lang werden sich rund 10.000 Athleten aus aller Welt in 35 Sportarten messen. Damit werden die Gay Games annähernd soviele Teilnehmer haben wie die Olympischen Spiele. Mit den Sport- und Kulturveranstaltungen soll für mehr Toleranz für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle demonstriert werden.

Alter, Geschlecht, Leistung, Herkunft oder Religion spielen dabei keine Rolle. Auch Heterosexuelle sind startberechtigt. Insgesamt werden bis zum 7. August bis zu einer Million Zuschauer in Köln erwartet. Neben dem Sport gibt es jede Menge Kunst und Kultur. Zum Beispiel die Ausstellung „Gegen die Regeln“ über schwule und lesbische Spitzensportler wie Martina Navratilova im Sport- und Olympiamuseum.

Von Fußball bis Golf, von Laufen bis Schach, von Hockey bis Sportschießen, von Triathlon bis Turmspringen – kaum eine Sportart, die nicht bei den VIII. Gay Games vertreten ist. Höhepunkt ist der „Pink Flamingo“-Wettbewerb. In schrägen Kostümen werden am und im Pool schrille Choreographien vorgeführt.

Bis auf wenige Ausnahmen ist der Eintritt zu allen Sportveranstaltungen frei. Das diesjährige Motto der Gay Games heißt "Be part of it". Es bedeutet, dass jeder an den Wettkämpfen teilnehmen kann - völlig unanhängig seiner sexuellen Orientierung. Seit ihrer Premiere in San Francisco 1982 haben sich die Spiele zu einer der größten Breitensport- und Kulturveranstaltungen der Welt entwickelt.

In Köln werden bis zur Schlussfeier am 7. August rund 10.000 Teilnehmer aus 70 Ländern bei den Sport- und Kulturveranstaltungen erwartet. Ins Leben gerufen wurden die Spiele 1980 vom ehemaligen US-Zehnkämpfer und Olympiateilnehmer Dr. Tom Waddell.

Seit 1982 finden die Gay Games alle vier Jahre statt. Bei der Bewerbung setzte Köln sich im November 2005 im ersten Wahlgang gegen Paris und Johannesburg durch, und ist damit erster Austragungsort in Deutschland. Mehr Infos über Veranstaltungen: www.games-cologne.de

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