Glücklicher Sieger am Millerntor.
Hamburg [ENA] Im Millerntor Stadion traf der FC St. Pauli auf den TSG Hoffenheim, beide Mannschaften waren am ersten Spieltag siegreich. St. Pauli gewann in Freiburg 3:1 und Hoffenheimer fertigten Werder Bremen im heimische Stadion mit 4:1 ab. Das Stadion am Millerntor, unweit der Reeperbahn gelegen, wurde zum Teil umgebaut und ist mit 24.500 Zuschauern erwartungsgemäß ausverkauft.
Die Stimmung der Pauli Fans war von Anfang an gut und die Erwartungshaltung nach dem Sieg in Freiburg natürlich auch und daran wollten die Hamburger anknüpfen. Schon nach wenigen Minuten traf Fabian Boll nach einem Freistoß von Rouwen Hennings die Querlatte. Es entwickelte sich ein offenes Spiel das weitestgehend von der Taktik geprägt war. Während die Kiezkicker mehr Zweikämpfe gewann und auch mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatten, versuchten die Hoffenheimer ihr Kombinationsspiel aufzuziehen, zu viel Ballverluste verhinderten das.
Das Niveau des Spiels nahm im Laufe des Spiels immer mehr ab, so dass das Spiel zwischen den Strafräumen stattfand. Demba Ba prüfte Mathias Hain mit einem Distanzschuss, der Torhüter konnte den Ball nur abwehren und Tobias Weis konnte den Abpraller nicht verwerten. Je eine Torchance i für jede Mannschaft in einer Halbzeit war einfach zu wenig und darum war die logische Folgerung ein torloses Remis zur Pause.
Zur zweiten Halbzeit schickten beide Trainer ihre Teams personell unverändert ins Spiel und die Paulianer hatten wieder den besseren Beginn, aber ebenso erfolglos wie zu Beginn der ersten Halbzeit. Hoffenheim übernahm dann das Kommando ohne zwingende Torchancen zu erarbeiten und St. Pauli hatte Schwierigkeiten die Gäste in Schach zu halten. Offenbar sollten Distanzschüsse das Rezept für den „Lucky Punch“ sein und Marius Ebbers und Sead Salihovic schossen die erfolgversprechendsten Schüsse, die aber auch nicht den Weg ins Tor fanden.
In dem hart umkämpften Spiel wurde in der Schlussphase noch einmal heiß und brachte letztendlich auch noch den gewinnbringenden Treffer, und wie es auch nicht anders zu erwarten war musste eine Standardsituation für den Treffer sorgen. Sead Salihovic brachte eine Ecke dicht vor das Tor und Isaac Vorsah drückte den Ball mit der Sohle über die Linie. Insgesamt gewannen der TSG Hoffenheim das Spiel glücklich was auch Ralf Rangnick unumwunden zugab und ein Unentschieden für das gerechtere Ergebnis gehalten hätte. Aktuell liegen Kaiserslautern und Hoffenheim Tor-und Punktgleich an der Tabellenspitze. Ein Sonderlob sollte man auch Manuel Gräfe zollen, der das schwer zu leitende Spiel souverän und unauffällig leitete.
FC St. Pauli gegen TSG Hoffenheim 0:1 (0:0)
St.Pauli: Hain, Rothenbach, Zambrano, Thorandt, Oczipka, Lehmann, Boll, Bruns (64.Bartels), Naki (81.Kruse), Hennings (71.Sukuta-Paso), Ebbers. Trainer: Holger Stanislawski
Hoffenheim: Starke, Beck, Simunic, Vorsah, Compper, Weis (70.Vukcevic), Luiz Gustavo, Salihovic, Mlapa (89.Rudy), Ibisevic, Ba (62.Tagoe). Trainer: Ralf Rangnick
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)
Zuschauer: 24.500 (ausverkauft) im Millerntor-Stadion
Tore: 0:1 (87.) Vorsah
Gelbe Karten: Bartels (79.), Boll (82.)




















































