Montag, 11.12.2017 08:50 Uhr

Niederlige durch Bundesliga-Zweitligist

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 17.07.2017, 16:50 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Sport-Nachrichten +++ Bericht 9704x gelesen
Der Blau-Weiße Kapitän (FCM) Marius Sowislo sprintet an Auer-Verteidigern vorbei.
Der Blau-Weiße Kapitän (FCM) Marius Sowislo sprintet an Auer-Verteidigern vorbei.  Bild: Norman Seidler

Magdeburg [ENA] Der Bundesliga-Zweitligist, der FC Erzgebirge Aue, verlor in einem brisanten Duell gegen den Drittligisten, den 1. FC Magdeburg, mit 0:1-Toren bei Direktübertragung im Fernsehen. Die "Fernsehmacher" hatten auch erkannt, dass in dieser punktspiel-freien Zeit, das Aufeinandertreffen zweier Gegner...

...in diesem Prestige-Duell große Resonanz bei den Zuschauern findet. Die beiden Kontrahenten schenkten sich auf dem grünen Rasen der MDCC-Arena nichts. Bei den Auern spielten die Neuzugänge Malcom Cacutalua (Arminia Bielefeld), Dominik Wydra (VFL Bochum) , Arianit Ferati (Hamburger SV) und Jon-Patrick Strauß (RB Leipzig II) mit. Bei den Gastgebern standen Steffen Schäfer (vom FSV Frankfurt), Björn Rother (Werder Bremen II), Andreas Ludwig (FC Utrecht) und Felix Lohkemper (Mainz II) in der Startaufstellung. Schon mit Beginn zeigten beide Teams eine hohe Laufbereitschaft, ständigen Wechsel zwischen Pressing und Gegenpressing.

Wenig Strafraum-Szenen, dafür viel Attacke im Mittelfeld

Dabei wirkten die Gäste eine Idee leichtfüßiger. Beide Mannschaften demonstrierten keinen Zauberfußball. Denn es dominierten, besonders im Mittelfeld, die Zweikämpfe. So blieben die entscheidenden Strafraum-Szenen in den ersten 30 Minuten Raritäten und forderten die Torleute auf beiden Seiten kaum zu Glanztaten heraus. Oftmals kamen auch die Pässe ungenau. Darüber ärgerte sich auch der Neu- Trainer bei den Auern Thomas Letsch, der den so erfolgreichen Vor- Coach Domenico Tedesco – er ging nach der Saison zum FC Schalke 04.

Die Fußball-Philosophie des Auer Trainers Thomas Letsch

Letsch übernahm die Fußball-Philosophie-Entscheidungen seines Vor- gängers. Das neue Personal muss jung und dynamisch sein. Diese neuen "Jünglings-Repräsentanten" kamen teilweise aus gestandenen Bundesliga-Fußball-Klubs. So fiel z.B. der erst neunzehnjährige Ferati Arianit durch seinen zum Teil demonstrierten Zauberfußball mit viel Technik auf. Nach 30 Minuten Spielzeit bewiesen auch die Neuen beim Gast- geber ihre Stärken. Sie spielten mit Tempo und teilweise ausgeprägtem, technischen Sachverstand in laufintensiven Situationen und beim Drang zum gegnerischen Tor. Doch fast hätte die FCM-Mit-Sturm-Spitze Lohkemper das erste Tor geschossen. Den Volleyschuss entschärfte Aues Torwart Martin Männel.

Nach Mehrfach-Einwechslungen erhöhte sich der Druck

Eine Minute später ging ein satter Schuss eines Auers knapp über die Latte. Auch der einheimische Neuling Andreas Ludwig (39. Minute) traf nicht in aussichtsreicher Position. Kurz vorher scheiterte der Auer Clemens Fandrich mit seinem Schlenzer. Nach dem 0:0-Wechsel erhöhten die Elbestädter den Druck. Durch die Einwechslung dreier neuer Spieler durch den Magdeburger Trainer Jens Härtel spürte man die Kraft der Neuen. So zeigte sich der 1. FCM läuferisch überlegen und angriffsintensiver.

Genie-Streich durch Philip Türpitz

Und dann kam es zum Genie-Streich von Türpitz. Er täuschte einen Weitschuss vor, schickte aber den nach vorn stürmenden Julius Düker unmittelbar vor das gegnerische Tor. Der nahm das "Geschenk" dankbar an, und mit Drehschuss landete der Ball im langen Eck zum 1:0 Endstand für die Elbe-Städter. Damit mussten die höherklassigen Auer ein wenig ernüchtert nach Hause fahren. Der einheimische Trainer Jens Härtel zeigte sich sehr zufrieden. Er hat jedoch nach Sichtung seines Kaders die Qual der Wahl bei der zukünftigen Aufstellungs-Formationen seines Teams.

Torschütze Julius Düker (FCM).
Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.