Ist immer der Trainer schuldig?
Berlin [ENA] Am Sonntag vormittag wurde Michael Skibbe von Hertha BSC in die Wüste geschickt, sein Co- Trainer flog gleich noch mit. Eine wirkliche Chance hatten sie eigentlich nicht erhalten. Skibbe gilt ja in der Bundesliga ohnehin nicht als Erfolgstrainer und wurde nach 1 ½ Monaten seinen Job los, obwohl eine Erfolgsserie nicht zu erwarten war. Aufstiegstrainer Markus Babbel hatte zwar mit der Mannschaft einen guten Saisonstart und fuhr 20 Punkte ein, dann kam das leidige Thema Vertragsverlängerung zur Sprache und endete mit einem Streit zwischen Preetz und Babbel und der Vertragsauflösung des Trainers.
Auch die Mannschaft wird durch diese Schmierenkomödie verunsichert worden sein und Babbel konnte in seinen letzten Spielen keinen Sieg mehr landen, was doch klar erkennen lässt, dass die Mannschaft betroffen war und Skibbe sollte das wieder richten, was in der geforderten Eile aber nicht realisierbar war. Vielleicht war es ja ein Fehler Skibbe zu holen und dafür auch noch eine Ablösesumme zu zahlen, um ihn dann bei nächster Gelegenheit die Papiere in die Hand zu drücken, ist nicht besonders fair. Allein verantwortlich ist der scheidende Trainer mit Sicherheit nicht an der jetzigen Tabellensituation, die sich wahrscheinlich in nächster Zeit auch nicht grundlegend ändern wird.
Hoffentlich bleibt den Berlinern und vor allem den Fans ein neuerlicher Abstieg aus der Bundesliga erspart. Am Dienstag werden Rene Tretschok und Ante Covic das Training der Bundesligamannschaft leiten, beide sind im Nachwuchsbereich von Hertha BSC als Trainer tätig. Michael Preetz wird sich dann um einen neuen Trainer für die Bundesliga bemühen. Es bleibt zu Hoffen, dass der Manager bei seiner Trainerwahl ein glückliches Händchen haben wird. Der Club kann keinen weiteren Trainerflop verkraften und der Manager womöglich auch nicht.




















































