Montag, 20.10.2014 23:08 Uhr

Hertha unterlag in Köln in einem Skandalspiel.

Verfasser: Peter Müller Köln, 11.03.2012, 09:40 Uhr
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Köln [ENA] Beide Mannschaften befinden sich in akuter Abstiegsgefahr und benötigen dringend die Punkte um aus der unteren Tabellenregion herauszukommen. Beide Teams stehen unmittelbar über dem Strich und könnten im Erfolgsfall von Augsburg und Freiburg überflügelt werden. Kaiserslautern holte ja am Freitag überraschend einen Punkt in Stuttgart. Was sich jedoch in Köln abspielte spottete jeder Beschreibung.

Die Kölner verloren ihre letzten drei Heimspiele mit einem Torverhältnis von 1:7 und die Berliner gingen in ihren letzten drei Auswärtsspielen mit insgesamt 0:10 Toren unter. Allerdings konnte die Hertha im Heimspiel gegen Werder Bremen einen wichtigen Heimsieg einfahren und wollen auch in Köln punkten, möglichst dreifach. Wenn man sich die Mannschaftsaufstellung näher betrachtet, dann spielen bei Berlins derzeitigem Trainer keine Rolle, denn sowohl Ottl als auch Niemeyer erschienen nicht in der Startformation und „König Otto“ vertraut seinem Kapitän Kobiashvili und „Paradise“, wie der junge Fanol Perdedaj vom Trainer genannt wird. Zweifellos gehört da eine gehörige Portion Mut vom Trainer dazu nach Leistung aufzustellen.

Kobi und Perdedaj zeigten im gewonnenen Heimspiel gegen Werder Bremen eine imponierende Leistung und sind auch aus der Mannschaft sicherlich nicht wegzudenken. Im Abstiegskampf muss und sollte nur die Leistung entscheiden. Lasogga bekam den Vorzug vor Ramos und auch für diese Personalie gehört Mut des Trainers. Die Heimmannschaft fand gut in die Partie und erspielten sich gegen die vorsichtig agierenden Berliner Möglichkeiten zum Torerfolg zu kommen. Novakovic traf mit seinem Kopfball das Tor der Berliner nicht, von den Berlinern hingegen lief offensiv nicht viel, wenn man mal von der Kopfballchance von Hubnik nach Flanke von Kobiashvili einmal absieht.

Der Hauptstadtclub hielt zwar defensiv ordentlich dagegen, aber offensiv waren die Berliner nicht mit der nötigen Durchschlagskraft ausgestattet. Kraft im Tor der Berliner verhinderte mit einer grandiosen Fußabwehr gegen Novakovic nach Pass von Podolski die Führung der Gastgeber. Als dann Bresco mit einem kurzen Pass Clemens mustergültig bediente und der Kölner mit einem trockenen Schuss in die kurze Ecke traf war die verdiente Führung der Hausherren besiegelt und wenn man bedenkt, dass die Berliner letztmalig in der zweiten Bundesliga in Karlsruhe einen Rückstand umbiegen konnten, war die Niederlage eigentlich schon besiegelt und der akute Abstiegskampf würde wieder akuter werden.

Berlins Trainer Rehhagel agierte auf den Rückstand zur Pause und wechselte zur zweiten Halbzeit Ben-Hatira für Torun und Ramos für Lasogga ein um die Kölner mehr unter Druck zu setzen, als es in der ersten Halbzeit möglich war. Als Novakovic erneut durch einen Kopfball die Chance hatte um dem Spiel eine Vorentscheidung zu geben reagierte Kraft im Berliner Tir hervorragend und lenkte den Ball an den Pfosten und hielt die Gäste weiterhin im Spiel. Die Gäste drängten auf den Ausgleich aber die Offensivqualitäten blieben zunächst noch limitiert und die Hausherren setzten mehr auf Kontermöglichkeiten. Besonders Novakovic kam zu Torchancen, der slowenische Nationalspieler blieb jedoch glücklos im Abschluss.

Im weiteren Spielverlauf zeigte sich der Schiedsrichter sehr Karten freudig, den gerade erst eingewechselten Jajalo bestrafte er mit Rot und später wurde der Berliner Kapitän Kobiashvili nach einem von Podolski verübten Foul nach folgendem Gerangel mit dem deutschen Nationalspieler mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen und Podolski bekam glatt Rot. Schwer nachvollziehbare Entscheidungen des ansonsten gut agierenden Schiedsrichters. Bei der Kartenvergabe hat der Schiedsrichter deutlich überzogen und verlor vollends die Linie.

In der Schlussphase kamen die in Überzahl spielenden Berliner durch Raffael, der mit einem Distanzschuss am großartig reagierenden Rensing scheiterte und Ben-Hatira nur das Außennetz traf noch Torchancen vorzuweisen hatten und einem Punktgewinn sehr nahe waren. Als dann das Spiel nach über vier minütiger Nachspielzeit beendert wurde, brachen beim norwegischen Trainer der Kölner Stale Solbakken alle Dämme und bejubelte den schwer erkämpften Heimsieg in der Fankurve. Die Berliner standen im Auswärtsspiel wieder einmal mit leeren Händen da und werden sich weiterhin auf den Abstiegskampf einstellen müssen.

1. FC Köln gegen Hertha BSC 1:0 (1:0)

öln: Rensing, Brecko, Sereno, Geromel, Eichner, Peszko (82. Rushi), Lanig (58. Jajalo), Riether, Clemens, Podolski, Novakovic (67. McKenna). Trainer: Stale Solbakken Hertha: Kraft, Lell (80. Niemeyer), Hubnik, Janker, Bastians, Kobiashvili, Perdedaj, Torun (46. Ben-Hatira), Raffael, Rukavytsya, Lasogga (46. Ramos). Trainer: Otto Rehhagel Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken) Zuschauer: 45.000 darunter 1600 angereiste Berliner Fans im Rhein-Energie-Stadion Tore: 1:0 (36.) Clemens Gelbe Karten: Peszko (17.), Riether (90.+5) - Torun (11.), Lell (74.), Kobiashvili (75.), Hubnik (84.) Gelb-Rote Karten: Kobiashvili (76.) Rote Karten: Jajalo (66.), Podolski (76.)

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