Donnerstag, 23.02.2012 14:28 Uhr

Hertha erreichte das Viertelfinale im DFB-Pokal.

Verfasser: Peter Müller Berlin, 23.12.2011, 00:35 Uhr
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Berlin [ENA] Im ersten Spiel der Berliner nach der Trennung von Markus Babbel vertrat der ehemalige Co-Trainer Rainer Widmayer seinen ehemaligen Chefcoach im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Kaiserslautern im heimischen Olympiastadion vor knapp 41.000 Zuschauern. Beide Mannschaften hatten einige Spieler zu ersetzen. Raffael musste eine Sperre absitzen, dafür bekam sein Bruder Ronny die Möglichkeit, sich zu zeigen.

Außerdem kam Lasogga für Rukavytsya im Vergleich zum Spiel gegen Hoffenheim zum Einsatz und der wieder genesene Mijatovic ersetzte den verletzten Hubnik. Im Vergleich zur letzten Bundesligapartie gegen Hannover 96 nahm der Gästetrainer zwei Wechsel vor, Shechter und Nemec kamen für De Wit und Kouemahe in die Mannschaft. Anfangs spielten beide Teams aus einer geordneten Defensive heraus sehr vorsichtig, keine Mannschaft wollte ein Gegentor kassieren und dementsprechend holprig verlief das Spiel über weite Strecken der ersten Halbzeit. Die Mannschaften agierten zumeist mit Kurzpassspiel, dass aber nur bis zum gegnerischen Strafraum reichte, weil auch zu wenig über die Außenpositionen gespielt wurde.

Stattdessen wollte man durch die kompakte Mitte der Abwehr zum Erfolg kommen. Nach knapp einer halben Stunde musste sich Herthas Torwart Thomas Kraft gewaltig strecken, um einen Distanzschuss von Sahan über das Tor zu lenken. Nur wenig später war Berlins Keeper wieder auf dem Posten, als er einem Kopfball von Nemec aus kurzer Distanz den Einschlag verwehrte. Kurz vor der Pause gingen die Gastgeber durch Ramos in Führung, der Kolumbianer setzte Ronny auf der linken Angriffsseite ein und der Brasilianer bediente Ramos, der im Strafraum in Stellung lief und gekonnt abschloss. Für die Gastgeber war die Führung zur Halbzeit etwas glücklich, aber nicht unverdient, allerdings bewegte sich das Spiel auf keinem hohen Niveau.

Nach der Halbzeitpause wurde das Spiel allerdings abwechslungsreicher und unterhaltsamer, beide Mannschaften hatten ihren Anteil daran. Zunächst forcierten die Gäste ihre Offensivaktionen und hatten bereits nach sechs Minuten der zweiten Halbzeit Erfolg. Nach einem gelungenen Angriff über mehrere Stationen erzielte Shechter den verdienten Ausgleich. Die Berliner hatten aber ihren Torgaranten dabei und der hieß Lasogga. Er erzielte nach einem Querschläger der Lauterer Hintermannschaft mit starker Einzelleistung die erneute Führung der Heimmannschaft. Wieder flogen vereinzelt Feuerwerkskörper, wann hört diese Unsitte endlich wieder auf. Die sogenannten Fans gefährden schließlich sich selbst und alle anderen Stadionbesucher.

Danach hatte Hertha das Spiel weitestgehend unter Kontrolle und die Gäste erwachten erst wieder zur Endphase des Spiels, weil sich Marco Kurz dazu entschloss, frische Spieler einzuwechseln. Trotz einiger Chancen gelang der Ausgleich nicht mehr, stattdessen machte Patrick Ebert in der Schlussminute den Sieg perfekt, als er nach einem Zuspiel von Ramos den Ball perfekt traf und zielsicher vollendete. Hertha erreichte nach einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang den Einzug ins Viertelfinale, wo nach Möglichkeit ein attraktiver Gegner in einem Heimspiel zugelost werden soll.

Hertha BSC gegen 1. FC Kaiserslautern 3:1 (1:0) / Hertha: Kraft, Lell, Mijatovic, Janker, Kobiashvili, Lustenberger (80. Niemeyer), Ottl, Ebert, Ramos, Ronny (90. Ben-Hatira), Lasogga. Trainer: Rainer Widmayer / Kaiserslautern: Trapp, Dick, Abel (46. Amedick), Rodnei, Bugera, Fortounis (77, De Wit), Tiffert, Kirch, Sahan, Nemec (67. Kouemaha), Shechter. Trainer: Marco Kurz / Schiedsrichter: Florian Meyer (Burgdorf) / Zuschauer: 40.944 im Berliner Olympiastadion / Gelbe Karte: Ebert / Tore: 1:0 (44.) Ramos 1:1 (51.) Shechter 2:1 (59.) Lasogga 3:1 (90.) Ebert

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