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Eishockey-WM: DEB verliert auch letztes Gruppenspiel

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Herning (DEN), 16.05.2018, 07:19 Uhr
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Herning (DEN) [ENA] Am Montagnachmittag verlor das Team von Bundestrainer Marco Sturm auch das letzte Gruppenspiel mit 0:3 (0:1, 0:1, 0:1). Gegen Kanada, der Rekord-Olympiasieger und WM-Finalist von 2017, fand die deutsche Mannschaft kein Rezept. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) reist am Mittwoch als Elfter vorzeitig nach Hause - mit der schlechtesten Platzierung seit 2014.

"Es hat die Durchschlagskraft gefehlt", sagte Stürmer Leon Draisaitl nach der erneuten Niederlage. "Wir haben die Chancen nicht gut genutzt. Der Start in die WM war nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Ich denke, das war ausschlaggebend." Brayden Schenn, der schon nach 20 Sekunden traf, Ryan Nugent-Hopkins (29 Minute.) und Tyson Jost (50.) nahmen mit ihren Toren 81 Tage nach dem Halbfinale von Pyeongchang erfolgreich Revanche für die 3:4-Pleite gegen das deutsche Team - damals ohne NHL-Stars.

Marco Sturm, der deutsche NHL-Rekordspieler war zuvor als Bundestrainer von Erfolg zu Erfolg geeilt: zweimal WM-Viertelfinale, erfolgreiche Olympia-Qualifikation und als Krönung die Silber-Sensation in Südkorea. In Herning fehlten allerdings 15 Olympia-Akteure, im extrem jungen Team um den 22 Jahre alten Stürmerstar Leon Draisaitl gaben zehn Spieler ihr WM-Debüt. "Wir haben nicht den gewünschten Start ins Turnier gehabt, haben dort einige Punkte liegen lassen. Obwohl wir nicht ganz die deutsche Mannschaft waren, die wir gegen Finnland waren, hätten wir trotzdem die Möglichkeit gehabt, da mehr mitzunehmen. Aber wir haben diese Möglichkeiten nicht genutzt, und deshalb sind wir wahrscheinlich auch zurecht nicht im Viertelfinale."

Die glatte Niederlage im abschließenden Duell mit der kanadischen Star-Auswahl war auch der Ausgangslage geschuldet. "Ich glaube auch, dass vom Kopf vielleicht nicht alle hundert Prozent da waren. Uns war ja bewusst, wie die Tabellensituation ist", gibt Verteidiger Moritz Müller zu. Und der Bundestrainer ergänzt: "Heute war irgendwie die Luft raus, das hat man von Anfang an gemerkt. Auch der Respekt war zu groß." Jetzt sind die Spieler allesamt froh über die Sommerpause, und zu einem Gutteil auch erleichtert.

Moritz Müller bestätigt: "Ja, da bin ich ganz ehrlich. Das war schon eine Mörder-Saison dieses Jahr. Immer wieder neu hochzufahren. Gefühlt hat eine Drucksituation und ein Highlight das nächste gejagt. Hier nochmal herzukommen, war auch kein Leichtes. Respekt an alle Jungs, die sich der Aufgabe gestellt haben und hierher gekommen sind, gerade nach dem Erfolg im Februar."

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