Mittwoch, 18.10.2017 17:04 Uhr

Die Eidgenossen verloren gegen Deutschland

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Bremen, 19.06.2017, 11:56 Uhr
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 Spielsituation Bundesliga u.a. Rhein-Neckar-Löwen. Da spielt der Schweizer Andy Schmid mit.
Spielsituation Bundesliga u.a. Rhein-Neckar-Löwen. Da spielt der Schweizer Andy Schmid mit.  Bild: Eroll Popova

Bremen [ENA] Im letzten Qualifikations-Spiel um die Europa-Meisterschaft im Januar 2018 in Kroatien besiegte die Deutsche Handball-Nationalmannschaft die Schweiz mit 29:22-Toren. Deutschland als letzter Europa-Meister ging mit sehr viel Selbstvertrauen in das Spiel,

obwohl sie das Hinspiel-Match in der Schweiz nur mit 23:22-Toren gewonnen hatten. Doch diesmal dominierten die sogenannten "Bad Boys" besonders in der zweiten Halbzeit in Bremen vor knapp 9000 Zuschauern. In diesem Vergleich gegen die ehrgeizigen Eidgenossen verzichtete der junge Nationaltrainer Christian Prokop auf etwa ein halbes Dutzend seiner Stammspieler u.a. Patrick Wienczek, der Kreisläufer als "Sturm-Tank", oder Uwe Gensheimer. In diesem letzten Qualifikationsspiel in der Gruppe 5 spielten in der heimischen deutschen Mannschaft teilweise noch A-Jugendliche mit u.a. Marian Michalczik und Tim Suton . Mit diesem Sieg demonstrierten die Deutschen ihr weiter gewachsenes Können unter der umsichtigen Anleitung von Prokop.

Überlegener Sieger Deutschland in der Gruppen-Phase

Er brachte "ungefährdet" seine Mannen zum Gruppen-Sieg. Und mit dieser "weißen Weste" bestehen berechtigte Ambitionen auf eine Verteidigung des Europa-Meister-Titels in Kroatien. In diesem Sinne äußerte sich auch der DHB-Vizepräsident Bob Hanning: "Man merkt dem Team eine gewachsene Stabilität und den Glauben an sich selbst an." So äußerte sich National- Trainer Prokop vor dem Spiel: "Obwohl wir schon Gruppensieger sind, müssen wir noch einmal Vollgas geben."

Nach dem Spiel verdienter Urlaub

Denn die durch die Punktspielsaison 2016/17 ausgelaugten Spieler sollen zunächst in den verdienten Urlaub gehen. Die Vollgas-Forderung setzten seine Jungs auch in der Bremer ÖVB-Arena Bremen um. Schon nach 5 Minuten stand es 3:1 für die Gastgeber durch Jannik Kohlbacher. Er erzielte immerhin mit spektakulären Drehungen und Würfen für die deutsche Mannschaft insgesamt 5 Tore. Doch noch erfolgreicher war Underdog Marcel Schiller, der von der Linksaußen-Position und vom 7-m-Punkt insgesamt 7 Treffer landete.

Bis zur Halbzeit lagen die Deutschen hinten

Bis zur 18. Minute führten die Gastgeber noch mit 9:8-Toren. Die Schweizer konterten insbesondere durch ihren agilsten und wurfsichersten Angreifer Andy Schmid, der bei den Mannheimer- Rhein-Neckarlöwen spielende Schweizer erzielte insgesamt 10 Tore in diesem Match. Ab der 20. Minute stand es dann 9:9 durch eine Durstphase von 5 Minuten der Deutschen. Nachfolgend wechselte die Führung zwischen beiden Teams.

Eine Häufung an technischen Fehlern bei den Deutschen

Besonders die vielen technischen Fehler – fehlerhafte Abspiel- und Fangvarianten - der Gastgeber machten es möglich. Dadurch führten die Eidgenossen mit dem Halbzeitpfiff mit 13:12-Toren. Nach dem Wechsel gingen die Deutschen in der 32. Minute (zwei Mal hintereinander Marcel Schiller und Tim Hornke) mit 14:13 in Führung. Doch wieder war es der 33-jährige "Handball-Fuchs" Schmid, der mit seinem Torerfolg (34. Minute) den 15:15-Gleichstand erzielte.

Keeper Wolff entschärfte viele Bälle

Doch dann kam der deutsche Keeper Andreas Wolff immer besser ins Spiel. Er hielt spektakuläre Bälle der Schweizer Maros und Meister. Stets leitete er sofort die schnellen Konter ein und sorgte dafür, dass seine Außen ( Schiller und Hornke) viel schneller zu Torerfolgen kamen. So erhöhten die Einheimischen in der 49. Minute auf 25:17 und bis zum Endstand in der 59. Minute auf 29:22-Toren. Viel Lob erhielt der Debütant Marcel Schiller vom deutschen Trainer Prokop. Offensichtlich hatte er mit seiner Youngster–Auswahl ein glückliches Händchen gehabt.

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