Mittwoch, 22.05.2013 17:21 Uhr

Champions-League Halbfinale

Verfasser: Peter Müller Köln, 27.05.2012, 10:42 Uhr
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Köln [ENA] Was die Füchse-Berlin in dieser Saison ist schon erreicht haben ist aller Ehren wert. Als Neuling in der Champions-League überstand das Team von Dagur Sigurdsson nicht nur die Gruppenphase, sie schafften es sogar bis in das Final-Four in der Kölner Lanxess-Arena und stehen in der Toyota Handball Bundesliga kurz vor der erneuten Qualifikation für die Königsklasse in der kommenden Saison.

Das Abenteuer und die Erfahrung in der Königsklasse kann den Berlinern niemand mehr nehmen und sie werden gestärkt und selbstbewusst aus diese Saison gehen. Man hat alle Erwartungen vollends übertroffen und ihre Fans im Fuchsbau teilweise in Ekstase versetzt. Das Los wollte es nicht anders, mit den Füchsen und dem Überflieger der Toyota-Handball-Bundesliga Saison, die bisher noch ohne Verlustpunkt in dieser Liga sind, wurden zwei Deutsche Mannschaften ausgelost. Den Berlinern war es von Beginn an klar, weil das Team von Dagur Sigurdsson fünf Spiele in Folge gegen diesen Gegner verloren haben.

Füchse-Berlin gegen THW Kiel 24:25 (12:15)

Die Ostseestädter gewannen immerhin in den Jahren 2007 und 2010 die Königsklasse. Internationale Erfolge in der Champions League auf Seiten der Berliner haben nur Kapitän Torsten Laen und Iker Romero, die mit Ciudad Real und dem FC Barcelona Champions-League Sieger wurden. Vor fast 20.000 Zuschauern begann das Spiel in der Lanxess-Arena wie erwartet, Der haushohe Favorit THW Kiel startete optimal, während der Außenseiter aus Berlin zunächst keinen Fuß auf die Erde bekamen und Silvio Heinevetter keinen Ball zu fassen bekam. Bereits nach der Hälfte der ersten Halbzeit lag der Außenseiter mit 3:8 scheinbar aussichtslos zurück. Taktische Umstellungen der Berliner verliefen zunächst im Sande.

Der Rückstand erhöhte sich zwischenzeitlich auf sechs Tore. Der Wechsel im Tor von Heinevetter zu Stochl und der Einwechslung von Pevnov und Romero sollte sich noch als Glücksgriff erweisen. Petr Stochl bewies eindrucksvoll seine derzeit bestechende Form und stabilisierte mit seinem Rückhalt die Abwehr. Romero und Pevnov un die Umstellung auf eine 6:0 Abwehr trug seine Früchte und bis zur Halbzeit konnte der Rückstand auf drei Tore, mit einem Halbzeitspielstand von 12:15 den Ausgang des Spiels offener gestaltet werden.

Im Torhüterduell zwischen Stochl und Omeyer hatte der Tscheche gegenüber dem Franzosen mittlerweile die Nase vorn und hatte einen Anteil an die grandiose Aufholjagd seiner Mannschaft, die mit dem 24:24 von Alexander Petersson einen Hauch von Erfolgsaussichten verbreitete. Filip Jicha blieb es aber vorbehalten die Signale für den Favoriten wieder auf Sieg zu stellen. Mit der Erleichterung der Kieler verbreitete sich bei den Berlinern Enttäuschung über das Verpassen des Highlights der Saison, namlich dem Erreichen des Finales der Königsklasse, denn mit der knappen Niederlage von 24:25 verpasste man nur denkbar knapp die absolute Sensation.

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