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Friesenbrücke und Emsfähre wieder mal später und teurer

Verantwortlicher Autor: Klaus Posser Ostfriesland, 21.04.2018, 20:36 Uhr
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Zerstörte Friesenbrücke nach der Schiffshavarie 2015
Zerstörte Friesenbrücke nach der Schiffshavarie 2015  Bild: Klaus Posser

Ostfriesland [ENA] Erst gab es bei der Friesenbrücke Diskussionen über Reparatur oder Neubau und die Finanzierung, es ist zwar beides geklärt, aber die Kosten sollen nun durch neue Technik in die Höhe schießen. Für den Neubau der 2015 von einem Frachtschiff gerammten Brücke wurden rund 50 Millionen veranschlagt.

Mehrkosten entstehen nun unter anderem dadurch, dass die neue Brücke als Dreh- statt wie bisher als Klappbrücke entstehen soll. Dieses bietet allerdings Vorteile für den Bahn- und Schiffsverkehr. Die Bahn hält aber an dem Ziel, die Brücke bis 2024 in Betrieb zu nehmen fest. Die Bahn steigt nun in die Entwurfsplanung ein, wofür ein Jahr veranschlagt worden ist. In wenigen Wochen bereits sollen die konkreten Brückenbaupläne öffentlich vorgestellt werden. Demnächst soll ebenfalls die Vereinbarung zur Finanzierung des Brückenbaus geschlossen werden, um die zunächst gerungen wurde.

Die Versicherung des Frachtschiffs zahlt vier und das Land Niedersachsen fünf Millionen Euro zu den Kosten der Bahn hinzu. Der Bund will nun über den zunächst in Aussicht gestellten Zuschuss von 15 Millionen Euro hinaus auch für absehbare Mehrkosten aufkommen. Damit wäre die Finanzierung rund. Ab Pfingsten sollte es eigentlich endlich eine Ersatz Fähre über die Ems bei Weener eingesetzt werden. Fußgänger und Radfahrer, die zuvor die Brücke genutzt hatten, warten schon lange auf die Verbindung. Juni 2017 war einmal als Starttermin angedacht, doch durch immer wieder neue Auflagen die an das Fährschiff gestellt werden, verzögert sich nun auch wieder dieser Termin

Über die Friesenbrücke verläuft die Strecke von Leer in die Niederlande nach Groningen, die seit der Zerstörung der Brücke im Dezember 2015 unterbrochen ist. Matthias Groote (SPD) (Leeraner Landrat) pocht auf eine Einhaltung des Bauplans. „Die Vorentwurfsplanung hätte man schon früher haben können. Da ist wirklich Dampf auf dem Kessel. Es muss jetzt schnell etwas passieren.“ Eine Aufwertung der Grenzstrecke, für die die Niederländer sich seit Jahren stark machen, soll es dann zusätzlich zum Regionalzug alle zwei Stunden ein Eilzug geben, der auf der Strecke eine halbe Stunde schneller unterwegs ist und bis Bremen durchfahren soll.

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