Samstag, 19.08.2017 00:00 Uhr

Bayerische Bilanz zu 'Kein Täter werden'

Verantwortlicher Autor: Öff. i. B. S. - Sebastian Gerber Bayern, 12.08.2017, 11:41 Uhr
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Bayern [ENA] Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback hat am Freitag im Münchner Justizpalast über die aktuellen Entwicklungen und die aktuellen Zahlen des Präventionsprojekts 'Kein Täter werden' in Bayern informiert. Das Projekt richtet sich an Männer mit pädophilen Neigungen. Ziel der Arbeit ist es, sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche bestmöglich zu verhindern.

Winfried Bausback hierzu in einer Mitteilung des Bayerischen Justizministeriums: "Die aktuellen Zahlen von 'Kein Täter werden' belegen eindrucksvoll die besondere Bedeutung der Präventionsarbeit: Am Standort in Regensburg haben seit seiner Eröffnung deutlich über 250 Personen eine klinische Diagnostik erhalten. Über 150 Personen wurde ein konkretes Therapieangebot unterbreitet. Inzwischen haben bereits 50 Patienten eine Therapie abgeschlossen. Am Standort Bamberg wurden in der kurzen Zeit seines Bestehens bereits 19 Personen eingehend untersucht. 5 Personen befanden sich zum 30. Juni dieses Jahres in einer Therapie. Das sind alles Menschen, die das Projekt aus dem Kreis unbehandelter potenzieller Täter herausgeholt hat."

Das Projekt hat in Bayern seit 2010 einen Standort in Regensburg und seit 2015 zusätzlich einen Standort in Bamberg. Hierfür sind elf Mitarbeiter tätig. Sie bieten an der sexualwissenschaftlichen Ambulanz an der Universität Regensburg sowie am Klinikum für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Bamberg ein kostenloses Behandlungsangebot an. Die Teilnehmer, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und deshalb therapeutische Hilfe suchen, sind dabei durch die Schweigepflicht geschützt.

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