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London

Verantwortlicher Autor: Theo Goumas London, 20.11.2022, 23:24 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Reise & Tourismus +++ Bericht 1890x gelesen

London [ENA] London, man kann es hassen oder lieben. Die Stadt an der Themse ist schier eine Wucht. Groß, laut, überbevölkert, bunt und wie mein Freund Michi sagt: London hat alles, deswegen liebt er die Stadt. London ist immer eine Reise wert und man sollte sich Zeit nehmen die Stadt zu erkunden. London ist riesig, kein Vergleich zu unseren Städten. Allein das Zentrum ist sehr groß und dazu kommen noch die ganzen Boroughs.

Viele Wege führen in die Hauptstadt des Königreichs. Man kann fliegen oder mit dem Auto bzw. Zug fahren. Ganze fünf Flugplätze gibt es in und um London herum, hinzu kommen diverse Bahnhöfe. Mit knapp 20 Mio. Besuchern pro Jahr, befindet sich die Stadt in den Top 10 der beliebtesten Städte. Auch nach dem Brexit ist und bleibt die Stadt ein beliebtes Reiseziel. Man braucht zwar kein Visum, aber einen Reisepass, um einzureisen. Mit dem Perso geht es leider nicht mehr. Und man braucht Zeit bei den Kontrollen am Flughafen. Da das Britische Pfund durch den Brexit schwächer geworden ist, ist es für Besucher aus der Eurozone recht erschwinglich.

Bargeld braucht man nicht unbedingt, weil man fast überall mit Karte zahlen kann, aber etwas Bares dabeizuhaben schadet nicht. Vorher die Gebühren der Kreditkarte(n) überprüfen, damit es nachher keinen Schock gibt. Geld am Besten vor Ort wechseln oder am Automaten von Ort abheben, weil der Wechselkurs günstiger ist. Der Express-Zug nach Paddington ist mit 25 Pfund recht teuer, deswegen bietet sich die Tube als günstigere Alternative an. In den Stoßzeiten ist die U-Bahn leider überfüllt und es kann gut möglich sein, dass man eine oder zwei auslassen muss. Bei mehreren Personen kann sich ein Taxi rentieren.

In der Stadt bewegt man sich am Besten zu Fuß, auch wenn das bedeutet, dass man vielen Meilen laufen muss. Die U-Bahn ist überfüllt und fällt öfters aus, es werden Stationen aufgrund von Kräftemangel geschlossen, Busse sind meistens auch voll, eignen sich aber gut zum Sightseeing. Wer seine Nerven schonen möchte, der lässt die Finger von den ganzen E-Scootern. Sie sind zwar sehr beliebt und viele fahren damit rum, aber viele Gebiete und Straßen sind gesperrt und die Dinger schalten sich ab wenn man irgendwo falsch abbiegt. Auch das Parken kann problematisch werden, weil man nicht überall parken darf. Öfter muss man an bestimmten Abstellplätzen parken, sonst läuft die Uhr weiter. Blöd, wenn grad kein solcher Parkplatz in der Nähe ist.

Besser eignen sich die Elektrofahrräder. Da ist es egal, ob man durch eine Sperrzone radeln möchte. Akku und Motor schalten sich zwar aus, aber man kann immer noch in die Pedale treten und wenn man aus der Sperrzone raus ist, schalten sich Akku und Motor wieder ein und man düst durch London. Beim Parken kann es auch Schwierigkeiten wie bei den E-Scootern geben, denn auch hier muss man öfter einen Abstellplatz anfahren. Die schlechtesten Karten haben Autofahrer. City-Maut, Fußgängerzonen und teure, bzw. nichtvorhandene Parkmöglichkeiten erschweren das Vergnügen. Hinzu kommt der Linksverkehr, was für Ungeübte zur Tortur werden kann.

London bietet zu jeder Jahreszeit etwas und zwar für alle Altersklassen. Die Jungen können Skateboard in speziellen Parks fahren, die Älteren können in eines der vielen Museen und Theater gehen. Hinzu kommen sehr viele Galerien und Märkte. Einen Besuch wert ist die Tate Modern, die zwar kostenlos ist, aber für zwei Ausstellungen im Gebäude leider nicht. Dafür braucht man ein Ticket, das man lange im Voraus online kaufen muss. Wer auf Kriegsschiffe steht, sollte sich die HMS Belfast auf der Themse unbedingt anschauen. Mit 25 GBP Eintritt ist es ein teures Vergnügen, aber sehr interessant zu sehen, wie die über 1000 Matrosen damals auf dem Schiff gelebt haben. Dafür sind diverse Galerien und Ausstellungen, wie die Bankside Gallery umsonst.

Gratis ist auch die Gaia Ausstellung in der Southwark Cathedral. Dort hängt ein riesiger Globus mitten in der Kirche und dazu ertönt Musik und eine Stimme erzählt etwas dazu. Direkt daneben liegt der Borough Market unter einer Eisenbahnbrücke, der alles Mögliche bietet. Apropos Brücken und Märkte, unter diversen Brücken gibt es Flohmärkte und diverse andere Märkte, wo man von Vinylplatten über Bücher und alte Möbel bis hin zu Lebensmittel und natürlich Tee, alles finden kann. Es ist erstaunlich, wie die Londoner jeden Quadratzentimeter Fläche nutzen. Kaum eine Unterführung in der es links und rechts in der Wand keine Läden oder Pubs gibt.

Pubs auf der Insel sind wie größere Wohnzimmer und haben den ganzen Tag geöffnet. Man sollte sich auf keinen Fall ein Full English Breakfast entgehen lassen und nach einem langen Tag auf den Straßen der Stadt, schmeckt ein Bier umso mehr. Auf der Insel gibt es unzählige kleine Brauereien und mache Pubs brauen ihr Bier selber. Da kann man sich durchkosten. Pint of Bitter, egal welche Marke, sollte man getrunken haben. John Smiths ist eines der bekanntesten Bitter-Biere, das ganz gut schmeckt. Und wenn schon in London, dann auf jeden Fall London Pride ausprobieren. Wer nicht auf Bier steht, der kann Wein oder Gin trinken, so wie Queen Mum als sie noch lebte. Der Legende nach, trank sie ein Gläschen Gin jeden Tag.

Queen Mum hat vor langer Zeit das Zeitliche gesegnet und seit ein paar Monaten gesellt sich auch ihre Tochter Elizabeth zu ihr im Himmel, deswegen ist der Buckingham Palace bis auf Weiteres geschlossen. Geöffnet ist z.B. Schloß Windsor. Bevor man sich auf die lange Fahrt dahin macht, sollte man sich im Internet nach Öffnungszeiten und Tickets schlau machen, denn die Öffnungszeiten variieren. Ein Spektakel ist und bleibt die Wachablösung vor dem Buckingham. Zum Standardprogramm gehören natürlich Sachen, wie China-Town, Tower Bridge, Big Ben und das Parlament, sowie die Saint Paul's Cathedral oder British Museum und Madame Tussauds und vieles andere mehr.

Auch ganze Gegenden wie Notting Hill, Kensington, Chelsea, Belgravia, Covent Garden, Soho, Fitzrovia oder Camden Town gehören zu den Gegenden, die man besucht haben muss. Wer eher auf Konzerte und gutes Essen steht, der sollte sich auf dem Weg zur O2 Arena nach Greenwich machen. In Greenwich verläuft auch der Nullmeridian und ist in einer Bodenplatte markiert. Was nicht zum Standardprogramm gehört, ist eine Tour der U-Bahnstationen, die nicht mehr in Betrieb sind, wie z.B. Kentish Town, die an der Northern Line liegt. Und wer Venedig-Flair in London erleben möchte, der sollte sich Little Venice anschauen. Die malerische Gegend entlang des Grand Union und Regent's Canal kann man bequem über die Warwick Avenue Station erreichen.

Vor, während und nach der Reise kann man sich mit Liedern über London in Stimmung bringen. Eine Suche im Internet bringt eine endlos lange Liste mit Liedern über die Stadt. Sogar ein Album von Frank Sinatra trägt den Namen London. Eine der schönsten Liebeserklärungen hat Heather Nova in London Rain geschrieben. Darin singt sie: And when I'm home, curled in your arms, And I'm safe again, I'll close my eyes and sleep, sleep, To the sound of London rain, .... Nothing falls like London rain... Andere Lieder in denen die Stadt erwähnt und besungen wird, gibt es hier: https://www.popbuzz.com/music/features/lyrics-about-london/ und hier https://londonist.com/2014/08/the-best-song-lyric-about-london-your-favourites

Die legendären Housemartins haben 1986 ein Album mit dem Titel London 0 Hull 4 rausgebracht. Hull liegt in Nordostengland und gilt als das Armenhaus des Landes. Mein Artikel zu Hull ist hier: http://theo.en-a.eu/reise_tourismus/kingston_upon_hull-84280/ Es gibt Vieles, was man in der Stadt machen, sehen und erleben kann. Wie mein Freund Michi zu pflegen sagt, London hat alles. Egal was man sucht, man findet es. Parks, Schlösser, Theater, Musicals, Museen, Galerien, Brücken, urige Pubs, schräge Menschen, alte und neue Gebäude, Konzerte, Märkte, und, und, und. Die Liste ist endlos lang.

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