Donnerstag, 14.12.2017 16:10 Uhr

Gruiten: Das historische Dorf an der Düssel

Verantwortlicher Autor: Horst Nauen Haan-Gruiten, 29.05.2017, 12:15 Uhr
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Gruiten: Das historische Dorf an der Düssel
Gruiten: Das historische Dorf an der Düssel  Bild: Horst Nauen

Haan-Gruiten [ENA] Im Rahmen der Serie "Touristische Ausflugsziele in NRW" - besuchten wir im Landkreis Mettmann - "Gruiten" - ein historisches Dorf das erstmals urkundlich im 11. Jahrhundert erwähnt worden ist. Das Dorf im Städtedreieck von Düsseldorf, Wuppertal und Solingen gilt als touristisches Highlight in NRW.

Im Schatten der Gartenstadt Haan liegt das ländlich gelegene historische "Gruiten-Dorf" an dem Fluss Düssel. Hier erleben jährlich viele tausend Besucher mehr als 1.000 Jahre Gruitener-Geschichte. Die schwarz-weißen Fachwerk- und Schieferhäuser entlang der schmalen Kopfstein gepflasterten Straßen stehen unter Denkmalschutz, sie sind fast alle im 17. und 18. Jahrhundert erbaut worden.

St. Nikolaus Turm (Bilder: Karola Dannert Oestreich)
Das historische Dorf vom Kirchhof gesehen
Die Kirchhofsmauer mit Grabsteinen versehen

Hoch über Gruiten-Dorf ragt der Turm der im 12. Jahrhundert erbauten romanischen Sankt Nikolaus Kirche die bis 1895 vollständig erhalten war, seitdem steht nur noch der Turm, er ist das älteste erhaltene Bauwerk auf Haaner Stadtgebiet. Bei seiner Sanierung im Jahre 2013 wurden Skelette gefunden deren Altersbestimmung in die Zeit von 720 bis 993 n.Chr. fallen. In der Kirchhofsmauer um den alten Nikolaus-Turm, wurden 1966 bei einer umfassenden Wiederherstellung der brüchig gewordenen Mauer, Grabsteine eingesetzt - der älteste ist von Anno 1629.

Evangelisch-ref. Pfarrkirche von 1721
In schlichtem Weiß gehalten

Das Herzstück des historischen Dorfes bildet die weiß gekalkte evangelisch-reformierte Pfarrkirche, sie wurde im Jahre 1721 fertiggestellt. Rechts von der Kirche steht das 1764 erbaute Pfarrhaus und zur anderen Seite schließt sich das Predigthaus (1682) der ev.-ref. Gemeinde an. Es ist still in dem kleinen Örtchen, nur das leise Plätschern der Düssel ist zu hören, aber dennoch hat es keinen Museumscharakter denn fast alle denkmalgeschützten Häuser werden bewohnt.

Das Pfarrhaus
Das Predigthaus
Das Doktorhaus (1750)

Haus Am Quall

Das "Haus am Quall" ist eine sogenannte Niederbergische Bauernburg, es ist das älteste in dem ländlichen 800-Seelen-Dorf und reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Daneben befindet sich ein aus dicken Mauern bestehender "Fluchtturm", dessen Ursprung sogar bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Im Jahre 1995 wurde der Förderverein Haus am Quall e.V. gegründet, zusammen mit freiwilligen Helfern aus der Haaner Bevölkerung und mit finanzieller Unterstützung der "NRW-Stiftung" für Naturschutz, Heimat und Kulturpflege, wurde das total marode Gebäude aufwendig restauriert. Heute steht das Haus am Quall der Öffentlichkeit zur Verfügung und wird von Haanern und Grütener Bürgern vielfältig genutzt.

Haus am Quall
Die 'neue' Pfarrkirche St. Nikolaus (1877)

Nach einer ausgiebigen Dorfbesichtigung bietet das "Café im Dorf" den Besuchern einen gemütlichen Platz zum Kaffeeklatsch und präsentiert außerdem noch eine ständig wechselnde Kunstausstellung im Haus. Über das historische Dorf kann ein Video geschaut werden unter: https://youtu.be/o2cAQfZOg2c Die Fotos sind entstanden 05/2017 und stammen von der Fotografin: Karola Dannert Oestreich;

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