Samstag, 26.05.2018 19:30 Uhr

Unter der Sonnenblume - Neujahrsempfang der Grünen

Verantwortlicher Autor: Julia Barthold Stuttgart, 25.01.2018, 23:27 Uhr
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Andreas G. Winter, Fraktionschef im Rathaus und die Mezzosopranistin Cornelia Lanz auf der Bühne im Musikzentrum
Andreas G. Winter, Fraktionschef im Rathaus und die Mezzosopranistin Cornelia Lanz auf der Bühne im Musikzentrum  Bild: Julia Barthold

Stuttgart [ENA] Beim Neujahrsempfang der Grünen im Musikzentrum Stuttgart-Feuerbach war für Abwechslung gesorgt. Politische Amtsinhaber berichteten von aktuellen Themen, Geschehnissen und Debatten aus ihrem jeweiligen politischen Umfeld aus Stadt, Land und Bund. Das Ensemble Zuflucht gab die musische Untermalung.

Am Mittwoch, den 24.01.2018 in Stuttgart. Eröffnet wurde der Abend von Andreas G. Winter, dem Grünen-Fraktionschef im Rathaus, der einen Einblick in seine aktuellen Belange im Rathaus gab und dann direkt überleitete zur musikalischen Untermalung des Abends, dem Ensemble Zuflucht, unter der Leitung von Cornelia Lanz unter der Schirmherrschaft ihres Vereins Zuflucht Kultur e.V., der Mut machen will für das transkulturelle Miteinander und der sich für Frieden und Völkerverständigung durch Kultur engagiert. Der erste Liedbeitrag "Habibi", ein bekanntes arabisches Liebeslied, vorgetragen von Opernsängerin Cornelia Lanz und dem syrischen Musiker Mazen Mohsen mit Gitarren- und Cajun-Begleitung, sorgte für eine fröhliche Stimmung im Saal.

Andreas G. Winter eröffnet den Abend
Ensemble Zuflucht singt "Habibi"
Umweltminister Franz Untersteller: "Das ist eine ernste Krise."

Während Andreas G. Winter optimistisch ins Jahr gestartet ist und von positiven Ergebnissen berichtet, wie die Senkung der Wohngebür für Flüchtlinge im Wohnheim und eine erhebliche finanzielle Entlastung für Familien bei den KiTa-Kosten und Forderungen für große Umwälzungen im öffentlichen Nahverkehr, konstatiert der Umweltminister Franz Untersteller aus dem Landtag keinen guten Jahresanfang. Sichtlich umgetrieben und belastet berichtete er von der schwerwiegenden Krise, die die CDU der Landesregierung eingebrockt hat.

Untersteller sichtlich mitgenommen

Die CDU Fraktion hat vor einigen Tagen, über den Kopf ihres eigenen Fraktionsvorsitzenden und ihres Koalitionspartners hinweg, eine Vereinbarung des Koalitionsvertrags öffentlich aufgekündigt, in der es um eine Reformierung des Landeswahlrechts von Baden-Württemberg geht. Die Regierungsbeziehung der Grünen und der CDU liegt im Argen: „Ein Koalitionsvertrag ist doch kein Neckermann-Vertrag“, empörte sich Untersteller, doch die CDU lasse ihren eigenen Parteichef Thomas Strobl und ihren Koalitionspartner nun offenbar im Regen stehen. „Daher muss ich heute leider früher gehen“, kündigte Untersteller an. Krisenmanagement war gefragt und eine Telefonkonferenz anberaumt.

Auch die langwierige, schwierige Regierungsbildung in Berlin gäbe wohl kaum Anlass zur Euphorie im bisherigen neuen Jahr. Die Verlautbarung, dass man sich geeinigt habe, die Klimaschutzziele über Bord zu werfen sei nur schwer auszuhalten. Baden-Württemberg und der Bund können viel von Norwegen lernen, proklamierte Untersteller. Seine Delegation hätte in Norwegen gesehen, wie dort eine Quote von 50% Elektrofahrzeugen bei den Neuzulassungen generiert werden konnte, welche Infrastrukturen bisher dafür installiert, und welche Anreize geschaffen wurden. Auch die 100% Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien sei bemerkenswert und vorbildhaft. Daher ist Baden-Württemberg dabei, die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Norwegen zu vertiefen.

Musische Pause mit einer stimmungsvollen, arabischen Weise
Teile des Liedes wurden in Übersetzung gesungen
Dr. Anna Christmann

Dr. Anna Christmann, die neue Bundestagsabgeordnete aus Stuttgart berichtet von ihrer Begeisterung für ihr neues Arbeitsumfeld und die damit einhergehenden Aufgaben. Sie sei enttäuscht gewesen, dass die FDP die Jamaika-Sondierungsgespräche abgebrochen habe und könne deren Begründung auch nicht nachvollziehen. Die Grünen hätten sich ausgezeichnet vorbereitet auf diese Verhandlungen, was unter den anderen Fraktionen zu äußerst widersprüchlichen Reaktionen geführt habe, da längst nicht alle gut vorbereitet gewesen wären. Ihre Kernthemen sieht sie in der Digitalisierung und im Umweltschutz. Den Abschluss rundet das Ensemble mit Brahms "Guten Abend, Gute Nacht" ab.

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