Donnerstag, 23.03.2017 11:25 Uhr

NRW-Minister Remmel startet Sanierungsuntersuchung

Verantwortlicher Autor: Horst-Peter Nauen Solingen, 22.02.2017, 10:03 Uhr
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NRW-Minister Remmel startet Sanierungsuntersuchung in Solingen
NRW-Minister Remmel startet Sanierungsuntersuchung in Solingen  Bild: Horst Nauen

Solingen [ENA] NRW-Umweltminister Johannes Remmel informierte sich am Dienstag, 21. Februar 2017, auf dem 6,5 Hektar großen Gelände der ehemaligen Schneidwarenfabrik P.D. Rasspe in Solingen, über die gegenwärtig laufenden Arbeiten zur Übersicht der Schadstoffbelastung des Untergrunds und des Grundwassers.

Aktuell hat der "Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung" (AAV) Baggerschürfe und Bohrarbeiten durchgeführt, um Informationen über die genaue Schadstoffbelastung des Untergrunds und des Grundwassers zu erhalten. Auch die Schadstoffbelastung der Bausubstanz soll untersucht werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen fließen dann in die Sanierungplanung ein. Im Dezember 2015 hatten die Stadt Solingen, die Wirtschaftsförderung Solingen und der AAV einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über die Sanierungsuntersuchungen und Sanierungsplanung inklusive Rückbaukonzept abgeschlossen. Frühere Untersuchen ergaben großflächige Verunreinigungen des Untergrunds durch Mineralölkohlen-wasserstoffe, Schwermetalle (Blei und Chrom) sowie PAK.

v.l. Umweltminister Johannes Remmel, OB der Stadt Solingen Tim Kurzbach
"Fächenrecycling ist die ideale Lösung", so Minister Remmel
Dr. Roland Arnz, Geschäftsführer des AAV

NRW-Minister Remmel: ,,Ich freue mich heute Morgen mit dabei zusein und mit auf den Start-Knopf zu dücken. Nicht nur das ehemalige Rasspe-Areal zeigt, dass es sinnvoll ist, solche Brachen wieder in den Wirtschaftskreislauf zu bringen und damit dem Freiflächenverbrauch entgegen zu wirken. Wir haben in NRW zur Zeit einen Flächenverbrauch von 10 Hektar pro Tag, dass Ziel ist fünf Hektar um dann die Null anzusteuern. Wir müssen auch künftig der Wiedernutzung ehemaliger Industrieflächen absolute Priorität einräumen, denn sie liegen oftmals zentral oder innenstadtnah und sind zudem meist gut erschlossen. Zum Schluss habe ich noch eine Bitte, seien Sie konzentriert bei der Ansiedlungspolitik".

Front des 6,5 ha großen Fabrikgeländes
Einige Betriebsgebäude stehen unter Denkmalschutz
Hier entstanden Maschinen, Sägen und Messer

Oberbürgermeister der Stadt Solingen Tim Kurzbach: ,,Die Revitalisierung von Industriebrachen in unserer Stadt sehe ich als zentrale Aufgabe für die kommenden Jahre. Ich bin froh, mit dem AAV einen Kompetenten Partner bei der jetzt startenden Altlastenprüfung und Sanierung an unserer Seite zu haben. Und ich freue mich darauf, dass hier bald neues Wirtschaften und Leben Einzug halten wird." Dr. Roland Arnz, Geschäftsführer des AAV: ,,Ich bin sicher, dass mit der Aufbereitung dieser Fläche ein wichtiger und nachhaltiger Beitrag zu Reduzierung des Flächenverbrauchs in der Region geleistet wird. Der AAV bringt seine fast dreißigjährige Erfahrung bei der Sanierung und Reaktivierung von Altstandorten in ganz Nordrhein-Westfalen mit."

In Nordrhein-Westfalen gibt es zu Zeit 85.000 Altlasten-Flächen, davon sind rund 8.000 saniert worden. ,,Ich werbe dafür das die Wirtschaft sich auch an den Kosten beteiligt, denn mit mehr Geld könnten wir noch sehr viel mehr Flächen in die Nutzung bringen", sagte Minister Remmel.

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