Mittwoch, 28.10.2020 21:35 Uhr

Detlef Gürth (MIT) zu Karstadt/Kaufhof-Schließungen

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Magdeburg, 02.06.2020, 18:14 Uhr
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Galeria Karstadt Kaufhof
Galeria Karstadt Kaufhof  Bild: nwzonline.de

Magdeburg [ENA] Der Landesvorsitzend der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU in Sachsen- Anhalt (MIT) Detlef Gürth sieht die angekündigte Schließung der Karstadt/Kaufhof-Häuser als alarmierendes Signal an. Er bedauert diese Ankündigung und mahnt entschlossene Reaktionen an.

Gürth sieht den Grund für derartige Überlegungen nicht allein beim Unternehmen oder beim Zuwachs des Online-Handels , sondern Kommunen haben Anteil am Niedergang von Kaufhäusern und Einzelhandel. "Die Kommunen haben mit städteplanerischen Entscheidungen maßgeblichen Anteil an der Rentabilität des Einzelhandels in den Innenstädten. Die großen Einzelhandelsflächen mit kostenlosen Parkplätzen an den Stadträndern verzerren den Wettbewerb seit Jahren.

Schließung von Karstadt-Standorten

Die Schließung von Karstadt-Standorten treffen vor allem strukturschwächere Kommunen. In diesen Städten sind Kaufhäuser mit breitem Sortiment ein wichtiger Kristallisationspunkt für Kunden und benachbarte Ladenlokale. Schließen diese, hat dies auch eine unmittelbare Auswirkung auf die Attraktivität ganzer Innenstädte als Einzelhandelsstandort”, erklärte Detlef Gürth, als Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung in Sachsen-Anhalt. Mit der Schließung von Kaufhaus-Standorten drohe in Folge die Aufgabe von Inhabergeführten Läden in der Nachbarschaft, wenn nicht rechtzeitig entgegen- gesteuert wird.

Detlef Gürth, Landesvorsitzender der MIT Sachsen-Anhalt

Zielgerichtete Aufwertung der Innenstädte

“Wir brauchen dringend eine zielgerichtete Aufwertung der Innenstädte als Dienstleistungszentren, Kultur- und Freizeitoasen. Bund und Länder müssen die Kommunen hierbei stärker unterstützen. In einem Programm sollte die Verkehrsleitplanung , die Quartiersaufwertung mit mehr Grün und attraktiven Aufenthaltszonen, die Aufwertung von Gewerbe- und Wohnraumangeboten, der ÖPNV und ein flächendeckendes Breitbandangebot mit W-LAN-Hotspots gefördert werden. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass es zwei unter- schiedliche Herausforderungen gibt: “Einerseits Städte wie Stuttgart, München oder Heidelberg und andererseits Mittel- und Oberzentren in einem strukturschwächeren Umfeld, die um eine Revitalisierung ihrer Stadtzentren kämpfen,

nach dem Tausende Einwohner verlorengingen”, ergänzte Detlef Gürth in einem Statement. Außerdem führte er abschließend aus, dass ein Schwerpunkt die Förderung funktionierender, attraktiver Online-Plattformen für den inhabergeführten Einzelhandel werden, welcher Service im Präsenzhandel in der Innenstadt mit der Bequemlichkeit des Online-Handels kombiniere. Die Förderung müsse für öffentliche und private Investitionen zur Verfügung stehen und auf mittelständische Unternehmen ausgerichtet sein.

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