Mittwoch, 28.10.2020 20:38 Uhr

Biomasse in der Kraft-Wärme-Kopplung

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom/Berlin, 25.05.2020, 19:00 Uhr
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Rom/Berlin [ENA] Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags berät heute den 25. Mai 2020 in öffentlicher Anhörung über den Entwurf des Kohleausstiegsgesetzes, mit dem auch die Rahmenbedingungen im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) reformiert werden sollen. „Der Kohleausstieg ist der richtige Anlass, um die Weichen auch im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung endlich auf erneuerbare Energien zu stellen.

Gerade die Biomasse bietet dabei viele Vorteile, insbesondere durch ihre Speicherfähigkeit und damit verbundene Verfügbarkeit etwa in den Wintermonaten, wenn andere erneuerbare Energieoptionen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Der Einsatz der Biomasse im KWKG ist also hoch effizient und kostengünstig und sollte über den neu einzuführenden Erneuerbare-Wärme-Bonus im KWKG mobilisiert werden. Nicht zuletzt steigert dies auch die Effizienz des neuen Fördersystems insgesamt, da Wärmenetzbetreiber aus einer größeren Palette an Technologien wählen und so den wirtschaftlichsten Mix erhalten können.

Wir appellieren daher an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags, im Sinne einer technologieoffenen Förderpolitik auch erneuerbare Brennstoffe für den Erneuerbare-Wärme-Bonus vorzusehen.“ Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüros Bioenergie sagte. Das Hauptstadtbüro Bioenergie bietet vielen verschiedenen Akteuren und den verschiedenen Technologien der Bioenergieindustrie eine starke und gemeinsame Stimme gegenüber der Politik. Insbesondere im Strom- und Heizungssektor unterstützt es die energiepolitischen Fragen seiner Förderverbände in allen Bereichen der Technologie. Im „Hauptstadtbüro Bioenergie“ sammeln vier Verbände ihre Kompetenzen und Ressourcen im Bereich Energiepolitik: der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE),

der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV), der Fachverband Biogas e.V. (FvB) und der Fachverband Holzenergie (FVH). Gemeinsam bilden sie die gesamte Bioenergiebranche ab von Land- und Forstwirten, Anlagen- und Maschinenbauern, Energieversorgern bis hin zu Betreibern und Planern. Im Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern kann das Hauptstadtbüro Bioenergie auf ein breites Unterstützernetzwerk zurückgreifen und kooperiert insbesondere mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE). Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein äußerst wichtiger Fortschritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energiepolitik.

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