Donnerstag, 23.02.2012 14:20 Uhr

Frieden, Solidarität, Demokratie – Ungarn zeigen Flagge

Verfasser: Kurt Reimann Budapest, 26.01.2012, 19:30 Uhr
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Der Heldenplatz in Budapest am 21.01.2012
Der Heldenplatz in Budapest am 21.01.2012  Bild: Kurt Reimann

Budapest [ENA] So das Leitmotiv des 'Friedensmarsches' (Békemenet), zu dem sich am 21.01.2012 rund 400.000 Fidesz-Anhänger auf dem Heldenplatz in Budapest eingefunden hatten. Aus allen Landesregionen, sowie weiten Teilen Europas waren sie gekommen, ihre Solidarität mit der Regierung Viktor Orbáns zu bekunden.

Nachdem die Ungarische, sowie die Hymne der Szekler (Székely), einer in Siebenbürgen (Erdély) lebenden Ungarischen Minderheit, verklungen waren, machte sich die Menschenmenge gegen 16:00 Uhr auf den ca. acht Kilometer langen Marsch. Vom Hősök tere, dem Heldenplatz, führte der Weg über die Andrássy út, Bajcsy Zsilinszky út und die Alkotmány utca zum Parlament am Kossuth tér.

Jung und alt war auf den Beinen, wobei zu erwähnen ist, dass der überwiegende Teil der Anwesenden eher der älteren Generation angehörte, was eine gewisse Politverdrossenheit im Magyarenstaat erkennen ließ. Unter den organisierten Gruppen, sprich Sektionen lokaler Parteiverbände auch eine Gesandtschaft der fidesznahen Roma Organisation Lungo Drom! Rot-weiß-grüne Fahnen und Transparente, u.a. mit Aufschriften wie "Freiheit für Ungarn!", "EU = UdSSR!" und "We love Hungary, we love Orbán, Victory!", soweit das Auge reichte.

Die Kokárda, ein rosenförmiges Ornament in den Ungarischen Nationalfarben, am Revers oder Halstuch, nahm der Schweigemarsch der Orbán Sympathisanten, hier und da von Soldatenliedern der guten alten Zeit auf Trab gehalten, im Schein von Fackeln und Kerzen, die man später vor dem Parlament niederlegte, seinen Lauf. Trotz der gigantischen Teilnehmerzahl war diese Demonstration an Disziplin schwerlich zu toppen. Demzufolge übte das Polizeiaufgebot an den Straßenrändern lediglich eine Statistenrolle aus. Man hatte der Opposition, sowie der Welt bewiesen, dass es auch ohne Ausschreitungen und Gewalt geht! Eine gleichartige Aktion soll am 15. März, dem Nationalfeiertag Ungarns, stattfinden.

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