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Eröffnung der Ruhrfestspiele Recklinghausen

Verantwortlicher Autor: Dettmar Rokoss Recklinghausen, 14.05.2018, 16:21 Uhr
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Eröffnung der Ruhrfestspiele in Recklinghausen
Eröffnung der Ruhrfestspiele in Recklinghausen  Bild: Dettmar Rokoss

Recklinghausen [ENA] In diesem Jahr wurden die „72. Ruhrfestspiele Recklinghausen“ wieder mit dem großen traditionellen Kulturvolksfest am 1. Mai, auf dem grünen Hügel der Stadt, eingeläutet. Auf mehreren Bühnen, in und um das Ruhrfestspielhaus, als Austragungsort des ältesten Theaterfestivals Europa.

Es werden neben Schauspiel, Kabarett und Lesungen auch viele Uraufführungen und Premieren zu den Hauptattraktionen gezählt. In diesem Jahr wurde wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Knapp acht Wochen lang stehen den interessierten Besuchern 298 Veranstaltungen und 19 Spielstätten zur Auswahl, mit dabei "FRiNGE – Das schräge Festival". Das FRiNGE Festival der Ruhrfestspiele Recklinghausen wurde 2005 in Anlehnung an das Fringe Edinburgh - der "Mutter aller Fringe Festivals" - ins Leben gerufen und hat sich seitdem stetig entwickelt und erweitert.

Als erste Initiatoren überhaupt, haben die Ruhrfestspiele „FRiNGE“ 2005 nach Deutschland geholt. Seitdem ist Recklinghausen DER deutsche Ort für Fringe. Die Fringe Festivals beflügeln Künstler und Kulturschaffende in aller Welt und werden zu Wegbereitern neuer kreativer Schöpfungen und faszinierender Produktionen. Auch das Festival in Recklinghausen bietet den innovativen Strömungen der Off-Theater-Szene jedes Jahr eine Plattform, wobei Qualität immer ein wichtiges Kriterium für die ausgewählten Produktionen und Künstler ist.

Bis einschließlich 2011 wurden alle auftretenden Künstler nur durch Programm-Scouts der Ruhrfestspiele ausgesucht und eingeladen. Für das 15. FRiNGE Festival 2019 besteht erneut die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme initiativ zu bewerben. Dies können Künstlergruppen sein, freie Theater und Einzelpersonen verschiedenster Genres. Im Off-Theater wird der Kunst im Wesentlichen nur eine Grenze gesetzt: unaufwendig muss es sein!

Diese traditionsreichen Festspiele stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Heimat". Ein Begriff, der für Vertrautes steht und doch anfällig ist für Brüche, Risse und Vereinnahmung. Gegenwärtig wird das Thema wieder heiß diskutiert, mitunter auch politisch instrumentalisiert und zur eigenen Abgrenzung missbraucht. Aber genauso bunt, vielfältig und abwechslungsreich wie das gesamte Festival war auch das Programm an diesem Eröffnungstag. Es gab wieder einen familienfreundlichen Mix mit kulturellen Leckerbissen für jeden Geschmack.

Neben reichlich Musik auf der Musikwiese gab es auch viele Walkacts die das Publikum begeisterten. Musik und Kabarett, Clowns, Stelzenläufer und erste Bühnen-Kostproben, von Drama bis Klassik. Diese lockten die Besucher wieder einmal in Scharen zu diesem Kulturvolksfest für alle, rund um den Grünen Hügel. Auch Petrus war den Organisatoren wohl gesonnen und spendierte das allerbeste Wetter mit viel Sonne und entsprechender Wärme.

Mittendrin in diesem „ÜBERALL & NIRGENDS“, wo schräge Typen und Akrobaten auftauchten, wie auch schon in den Jahren zuvor, die Akteure des Magischen Zirkels von Dortmund. Mit Close Up Zauberei, Ballonmodellieren und Street Magic schafften sie es immer wieder, den Zuschauern zauberhafte Momente zu vermitteln und sie in ihren Bann zu ziehen. Sowohl auf dem gesamten Festspielgelände, als auch im Festspielhaus selbst bildeten sich immer wieder Menschentrauben um die Zauberer. So konnte sich kein Besucher der Magie des Augenblicks entziehen.

Auch allen beteiligten Künstlern machte diese Auftrittsmöglichkeit große Freude. Von der klassischen Seil-Ring Routine, über Kartenkunststücke und den immer wieder beliebten Geldproduktionen, war so ziemlich alles abgedeckt. Einige Zuschauer wurden, nur mit einem Stift in der Hand des Zauberers, fast zum Wahnsinn getrieben. Außerdem haben sich auch Zauberer des Zirkels erfolgreich als „Hypnotiseure“ hervorgetan. Dabei wurden dann Freiwillige in den tiefen Zustand der wunderbaren Entspannung versetzt und vergaßen daraufhin z.B. ihren Namen oder einfach eine vorher suggerierte Zahl.

Nach anfänglicher Skepsis und zögerlichen Probanden bekamen die Hypnotiseure dann aber doch noch zu tun. So kamen immer mehr Freiwillige jeden Alters, die diesen Zustand unbedingt erleben wollten und anschließend auch begeistert und bereitwillig den umstehenden Zuschauern von diesem Erlebnis berichteten. Wie eingangs erwähnt, war die Eröffnung der Ruhrfestspiele mit diesem Kulturvolksfest, drinnen und draußen, nur ein Vorgeschmack auf einen üppigen Reigen von Theaterereignissen, der bis zum 17. Juni 2018 andauern wird und nicht nur allein das große Haus, sondern auch Zelte und Zechen bespielt.

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