Donnerstag, 22.10.2020 19:51 Uhr

Corona-Krise: Vorratslagerung für die nächste Krise

Verantwortlicher Autor: Peter Michael Neuen Deidesheim, 09.06.2020, 12:45 Uhr
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Deidesheim [ENA] Wenn man im nächsten Jahrzehnt an die Corona-Krise denkt, wird auf jeden Fall „die Schlacht um das Klo-Papier“ in Erinnerung bleiben, an dem verdeutlicht wird, was in Krisen-Situationen noch wichtig ist. Wer hätte denn für möglich gehalten, dass es sich bei „Klo-Papier“ um einen der heiß umkämpften Artikel handelt, der in der Spitzenzeit sogar auf eine Mannschafts-Packung pro Kopf und Einkauf rationiert wurde?

Auch sonst waren bei der Lebensmittelversorgung Engpässe bei Reis, Nudeln, Mehl, Zwieback, Knäckebrot und Konserven zu spüren, mehr als einmal stand man bei den Discountern vor teilweise leeren Regalen. Realistisch muss man aus den Erfahrungen der vergangenen Monate davon ausgehen, dass solch eine Krise sich auf 6 bis 8 Wochen ausdehnen, Fachleute sprechen mittlerweile von einer Dauer von bis zu 18 Monaten. Als Fazit habe ich für mich aus den vergangenen Monaten gelernt, dass man sich rechtzeitig mit einem Notvorrat für 30 Tage eindeckt, sicher ist einfach sicher, denn mittlerweile spricht man ja schon von einer zweiten Corona-Welle im Herbst.

Es gibt bundesweit zahlreiche Firmen, die sich auf den Verkauf von Notrationen spezialisiert haben, ohne Frage sind die Produkte gut und ebenfalls haltbar, allerdings sind sie nicht auf meine individuellen Bedürfnisse ausgerichtet und haben natürlich auch ihren Preis. Die besten Erfahrungen habe ich mit Konserven-Fertiggerichten gemacht, egal ob Ravioli, Spaghetti Bolognese, „Chili con Carne“, Kartoffeleintopf, Frühlingseintopf, Hühner-Nudeleintopf etc., eben die großen 800-Gramm Dosen, die für eine Person als Tagesration völlig ausreichend sind und außerdem viele Jahre haltbar sind. Aber bitte nicht einen stabilen Dosenöffner vergessen, sonst gibt es Probleme!

Lassen Sie sich auch nicht durch die aufgedruckten Haltbarkeitsdaten irritieren, ich selbst habe schon öfters Dosen geöffnet, die bereits 2014 abgelaufen waren, sie schmeckten gut und blieben dort, wo sie bleiben sollten, Sie verstehen, was ich meine! Als ebenfalls hervorragend geeignet für den Notvorrat sind Gläser mit Würstchen, die ebenfalls recht lange haltbar sind und ein Glas reicht als Tagesration für eine Person. In Ergänzung hierzu sollte noch Zwieback, Knäckebrot und haltbares Dosenbrot eingelagert werden, auch Dosenfrüchte, wie Ananas, Pfirsich oder Birne, sind eine abwechslungsreiche und sinnvolle Ergänzung der Vorräte.

Äußerst wichtig ist die Einlagerung von H-Milch, Schokolade, Salzstangen, Gewürzen, speziell natürlich Salz und Pfeffer, und besonders Wasser. Günstig sind die Six-Packs Mineralwasser der Discounter, die leeren Flaschen lassen sich im Notfall auch mit normalem Leitungswasser füllen. Hier sollte man pro Kopf und Tag mit 3 Litern kalkulieren. Ebenfalls Dosengemüse, Nüsse und Trockenfrüchte sollten eingelagert werden, dann ist man auf der sicheren Seite. Und natürlich das begehrteste Produkt der jetzigen Corona-Krise, dass „Klo-Papier“, sollte man nicht vergessen, hier sollten, je nach Größe der Familie“, 8 bis 10 große Packungen reichen.

Wichtig ist auch ein ausreichender Vorrat an individuell benötigten Medikamenten, so das man mindestens 4 Wochen ohne Arztbesuch überbrücken kann. Denn in der jetzigen Krise hat sich ja gezeigt, dass unsere Medikamente zum allergrößten Teil im Ausland hergestellt werden und es dadurch zu einschneidenden Engpässen kommen kann. Auch ein Verbandkasten, Aspirin für alle Fälle, zwei Taschenlampen mit Ersatzbatterien, Kerzen mit geeigneten Haltern, Streichhölzer, Einweg-Feuerzeuge und einige Decken nicht vergessen. Auch ein kleines Radio mit Batteriebetrieb und dazugehörige Ersatzbatterien sind sinnvoll, besser ist besser.

Es gibt eine Vielzahl von Veröffentlichungen und Aufstellungen im Internet, empfehlenswert ist „Meine persönliche Checkliste“, die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegeben wird und Informationen über Lagerung und Haltbarmachung von Lebensmitteln auf der Internet-Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Wirtschaft. Denn es heißt nicht umsonst im Volksmund: „Ein kluger Mann / eine kluge Frau baut vor“ und durch die Ereignisse und Einschränkungen in der noch andauernden Krise sind ja alle etwas klüger geworden. Und bitte auch die Schutzmasken nicht vergessen, in der jetzigen Krise haben sich einige Geschäftemacher eine goldene Nase damit verdient.

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