Montag, 27.06.2022 22:13 Uhr

Für Gefahren gut gerüstet

Verantwortlicher Autor: Heinz-Willy Keusgen Friedberg, 19.06.2022, 11:20 Uhr
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Friedberg [ENA] Wetteraukreis nimmt neue Leitstelle in der "Steinkaute 2" in Betrieb. Die Zentrale Leitstelle des Wetteraukreises, die drittgrößte Landkreis-Leitstelle in Hessen, zieht in moderne neue Räumlichkeiten um. Kurz vor der Inbetriebnahme hat Landrat Jan Weckler Mitglieder des Wetterauer Kreisaussschusses und des Kreistags zu einem Rundgang eingeladen. Der 6. Juli ist der sogenannte "Umschalttag".

Dann gehen Notrufe, die im Wetteraukreis abgesetzt werden, nicht mehr in der alten Leitstelle am Friedberger Europaplatz ein. Diese werden ab dem Umschalttag in der "Steinkaute 2" im Süden Friedbergs entgegengenommen. Beim Rundgang erklärte der Landrat: "Mit der neuen Leitstelle investieren wir nicht nur in unsere technische Infrastruktur, sondern vor allem in die Sicherheit der Menschen in der Wetterau. Denn sie müssen sich darauf verlassen können, im Fall der Fälle schnellstmöglich und kompetet Hilfe zu erhalten. Zeitgemäße Technik ist dafür eine wesentliche Voraussetzung."

2015 hat der Wetteraukreis das damals leerstehende Gebäude gekauft. Mit Beginn der Flüchtlingskrise wurden hier bis Ende 2019 unbegleitete minderjährige Geflüchtete untergebraucht. Mit Sinken der Zuweisungszahlen und gleichzeitigem Anstieg des Platzbedarfs der Kreisverwaltung wurde 2020 schließlich damit begonnen, Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wetteraukreises und eine neue, moderne Zentrale Leitstelle zu schaffen. Rund 8,7 Millionen Euro hat der Weteraukreis in die Sanierung der "Steinkaute 2" investiert, über die Hälft davon allein für die Technik.

Der viergeschossige Stahlskelettbau, Baujahr 1984, wurde entkernt und vollständig saniert, Schadstoffe wurden entfernt und die Außenhülle energetisch saniert. Zudem verfügt das Gebäude nun über einen zweiten Fluchtweg, eine barrierefreie Aufzugsanlage, eine Brennwertgastherme mit Blockheizkraftwerk und eine eigene PV-Anlage auf dem Dach. Versorgt wird das Gebäude durch eine eigene Trafostation und eine Notstromanlage. Im Zuge der Bauarbeiten wurden rund 20 Kilometer Strom- und Signalkabel und 17 Kilometer Netzwerkka bel verlegt.

Die Leitstelle zieht nun nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit ins Obergescoss der "Steinkaute 2" ein. Sie ist 24 Stunden, sieben Tage die Woche besetzt. Sieben spezielle Arbeitsplätze wurden hier angesiedelt. Ein ausgefeiltes Belüftungs- und Schallkonzept sorgt dafür, dass die Mitarbeitenden beim Entgegennehmen der Notrufe besonders ruhig und konzentriert arbeiten können.

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