Donnerstag, 14.12.2017 16:01 Uhr

Einsteigen in den „Kirchenjahr-Express"

Verantwortlicher Autor: K.-W. Fleißig Crock, 05.12.2017, 23:07 Uhr
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Crock [ENA] Einsteigen in den „Kirchenjahr-Express – Wenn Holzwürmer auf Reisen gehen“ hieß es im Lutherjahr am vergangenen Samstagnachmittag für die Kinder des Crocker Montessorie Kindergartens „Waisaspatzen“ und der Brattendorfer Grundschule. Der Kirchenjahr-Express von Amadeus und Gabi Eidner hatte in der St. Veit Kirche in Crock Station gemacht. Dieses Singspiel vermittelte den Besuchern das Wissen ...

und die Bedeutung religiöser Feiertage und Feste in kind- und familiengerechter Art und Weise. „Schürzen umbinden und Mützen aufsetzen, dann sind wir Bohra und Bohris, die beiden Holzwürmer“, so Amadeus Eidner als Holzwurm Bohris. Man beachte den Buchstaben „h“ im Namen der beiden Akteure. Die Namen sind der Leidenschaft der Holzwürmer angelehnt – dem Bohren. Mit dem ersten Advent begann nun ein neues Kirchenjahr. „Wir wollen einmal ringsherum fahren und am Ewigkeitssonntag sind wir wieder im Zielbahnhof.“ Die Besucher der St. Veit Kirche fühlten sich dann tatsächlich wie auf einem Bahnhof.

Die Bahnsteigansage kündigte den Kirchenjahr-Express an und das Pfeifen der Lokomotive sowie der Dampf zeugten von der Einfahrt in den Bahnhof Crock. So hatten die Kinder und ihre Eltern und Großeltern die Möglichkeit, sich einen der zahlreichen Sitzplätze zu suchen. Los ging es. Immer wieder wurde an einzelnen Stationen des Kirchenjahres ein Zwischenstopp eingelegt oder zwischen den Jahreszeiten umgestiegen. Zwischen dem Start des Kirchenjahr-Expresses und seinem Finale zum Ewigkeitssonntag, an dem den Verstorbenen gedacht wird, gab es die musikalischen und spielerischen Stationen Advent, Weihnachten, die heiligen drei Königen Kaspar, Melchior und Balthasar, Frühling und Ostern sowie Pfingsten, Taufe, Erntedank und heiliger Martin.

„Was ist das Schönste an Weihnachten?“ Die Antwort der Kids war dann natürlich auch – wie sollte es anders sein: „Geschenke“. Aber, so die beiden Holzwürmer Bohra und Bohris, der eigentliche Grund des Weihnachtsfestes sollte nicht vergessen werden, nämlich das Fest der Geburt Jesu Christi in einer Krippe. Die Besucher des „Kirchenjahr-Express – Wenn Holzwürmer auf Reisen“ gehen wurden von Amadeus und Gabi Eidner aktiv in den Nachmittag einbezogen.

Egal ob beim Singen eines Weihnachts-Medleys oder als heilige drei Könige, die durch die Kirche zogen und beim Präsentieren von Lutherbildern, zahlreiche Kinder konnten an der Seite der Eidners agieren. Aber auch die Erwachsenen wurden mit einer Bewegungstherapie zu Liedern aktiv. Den Schlusspunkt unter die einstündige Fahrt mit dem Kirchenjahr-Express im Lutherjahr bildete das Lied „Oh es riecht gut“. Im Bahnhof Crock eingefahren, konnten die Reisenden ihr Gefährt wieder verlassen. Es war eine kurzweilige Zugreise, welche die kleinen und großen Besucher in der Kirche erlebten.

Seit dem Jahr 2000 sind Amadeus und Gabi Eidner aus der Nähe von Chemnitz mit ihren Liedern mit christlichem Hintergrund in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Im Jahr 2003 haben sie die Holzwürmer Bohra und Bohris kreiert. Das Singspiel "Der Kirchenjahr-Express - wenn Holzwürmer auf Reisen gehen" wurde 64 Mal aufgeführt und zum Reformationsjubiläum eine neue CD produziert. Mittlerweile haben sie in den zurückliegenden Jahren mehr als 2.500 Konzerte gegeben, in diesem Jahr waren es allein 133.

Sie gestalten musikalische Gottesdienste und Liederabende sowie Familiengottesdienste und Familienkonzerte. Bisher sind sechs Singspiele für Kinder und Familien geschrieben worden. Ein neues Projekt, das siebente Singspiel, über Franz von Assisi unter dem Titel „Der Franz der kann’s – Wenn Holzwürmer nach Assisi pilgern“, ist in Arbeit. Premiere wird im April des kommenden Jahres sein. “Wir sind auch viel in Thüringen unterwegs“, so Amadeus Eidner. „Das ist schon ein Stück Heimat für uns.“

Der Samstagnachmittag war eine Gemeinschaftsaktion der Crocker Kirchgemeinde, des Crocker Kindergartens und der Brattendorfer Grundschule, so Pfarrer Bernd Flade und Kindergartenleiterin Elisabeth Munzert. „Damit wurde ein Höhepunkt in der Adventszeit gesetzt und gleichzeitig eine Weihnachtsfeier für die Kinder und Eltern gestaltet.“ Es sei das vierte Jahr, so Elisabeth Munzert, in dem Grundschule und Kindergarten auf diese Art und Weise gemeinsam feiern. „Es gefällt uns. Wir haben bewusst die Kirche ausgesucht. Sie ist Symbol für Tradition, Besinnlichkeit und Weihnachten. Es gibt nichts Besinnlicheres als eine Kirche.“ Zum geselligen Ausklang der Veranstaltung gab es Bratwürste und heiße Getränke.

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