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Othmar Peter Hartmann "Die Venus und die Weltenbummler"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 29.12.2020, 21:01 Uhr
Kommentar: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 7519x gelesen
Othmar Peter Hartmann
Othmar Peter Hartmann   Bild: Schura Euller Cook

Wien [ENA] Im Nachlass aus dem Jahr 1973 von Othmar Peter Hartmann fand sich auch ein ziemlich alter Entwurf oder Studie, die er die "Venus und die Weltraumbummler" betitelte. Ob daraus je ein fertiges Bild wurde, ist leider nicht bekannt. Was daran aber besticht, ist das bezaubernde Motiv, das er gewählt hat.

Die Venus, römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit, wurde schon von vielen Künstlern gemalt. Aber wer kommt schon auf die Idee, die Venus von Weltraumbummlern und von einem Sputnik umgeben zu malen. Mit den Größenverhältnissen hat Hartmann sozusagen das Thema vorgegeben. Die Venus füllt durch ihre Größe den Kosmos oder ihren Stern aus und wird von den Menschen, die sich winzig klein dagegen ausnehmen, besucht. In ihrer lasziven Schönheit und Größe genießt sie die Bewunderung der Erdenbewohner und spielt mit ihnen wie mit kleinen Puppen. Das Weltraumschiff, ausgestattet mit mit Fernrohren, umkreist und entzückt sie wie ein ungewöhnliches Spielzeug. Die Farben sind in dunkelrosenen Pastelltönen gehalten.

Die an Hautfarben erinnernde Farbgestaltung akzentuiert die Intention des Künstlers, die Venus als Sinnbild der Körperlichkeit, an der die ganze belebte Natur teilhat, zu thematisieren. Immer wieder findet sich in Othmar Peter Hartmanns Bildern diese Freude, liebenswürdige Geschichten zu erzählen. Als Maler nützt er die Möglichkeit der begrenzten Bildfläche optimal für eine symbolische oder philosophische Aussage. Was könnte reizvoller sein, als die Venus in das Zentrum irdischer Abenteuerlust zu setzen und die Raumfahrt zu anderen Planeten in ihrer sinnlich-erotischen und nicht nur technischen Bedeutung zu interpretieren.

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