Donnerstag, 18.08.2022 03:55 Uhr

Not too little. Not too much. Just right.

Verantwortlicher Autor: Thomas Schuster www.newsflash.en-a.de Nürnberg, 04.07.2022, 04:40 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 9177x gelesen
Punk Rock Harbour
Punk Rock Harbour  Bild: Thomas Schuster

Nürnberg [ENA] Whole lotta Cecilia! Politisch, gesellschaftskritisch, laut & markant. Während sich deutsche Punk-Rock Legenden aus Düsseldorf und Berlin mehr und mehr mit der Frage "Ist das noch Punkrock?" beschäftigen, ist die musikalische Antwort aus Schweden an diesem Abend im Nürnberger Z-Bau beeindruckend.

Satte 19 Jahre Bandgeschichte kommen nicht von ungefähr. The Baboon Show mag vor einigen Jahren noch als Geheimtipp der Szene gehandelt worden sein, mittlerweile ist man diesem Status längst entwachsen, weshalb es nur bedingt überrascht, dass der Veranstalter kurzerhand ein "Sold out!" Schild an den Bretterverschlag des Kassenhäuschens nageln darf. Tatsächlich kommen aus Stockholm nämlich nicht nur gebeizter Lachs, Köttbullar und Zimtschnecken, sondern vermutlich auch eine der besten Live-Kapellen aus dem Punk-Rock Segment. Oder wie es schon Pippi Langstrumpf auf den Punkt brachte: Sei frech, wild und wunderbar.

"Girls to the Front" lautet ein beliebtes Motto der Headliner und es ist gleichzeitig auch als Ouvertüre zu diesem launigen Abend zu verstehen. Weiblichen Metal-Power aus Wien kredenzt die Support-Band "Vulvarine" den mittlerweile gut 1.000 Zuschauern, bevor die komplette Crowd von der unbeschreiblichen Energie der "wilden Paviane", angelehnt an den Ursprung des Bandnamens und als Hommage an die chaotische schwedische Regierung zur Zeit der Bandgründung, unweigerlich in den Bann gezogen wird.

copyright Thomas Schuster
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Knapp 100 Minuten dauert das Spektakel. Angetrieben von einer Frontfrau in bester Laune und ohne jegliche Berührungsängste gegenüber dem Publikum, prügelt und spielt sich The Baboon Show durch eine emotionsgeladene Setlist von 19 Liedern. Schweiß, Bier, Stagediving und Crowdsurfing von der ersten bis zur letzten Sekunde zeugen von einer gelungenen Symbiose zwischen den Menschen vor und auf der Bühne, und spätestens bei Gassenhauern wie "Me, Myself and I", "Same Old Story", "You Got a Problem Without Knowing It" und dem grandiosen Finale "Radio Rebelde" weiß jeder Besucher, was er in 2 1/2 Jahren Corona-Auszeit so schmerzlich vermisst hat. Danke bzw. tack så mycket an eine Band, die man immer, immer und immer wieder live erleben möchte.

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