Cézanne, Renoir, Picasso & Co. zu Gast in Tübingen
Tübingen [ENA] Die Kunsthalle Tübingen gewinnt zu ihrer Jubiläumsschau nochmals Götz Adriani und präsentiert Werke von Cézanne, Renoir, Degas, Toulouse-Lautrec, Rousseau, Giacometti und Picasso. Anläßlich ihres 40. Jahrestages blickt die Kunsthalle auf ihre Geschichte zurück.
Eine kleine, doch sehr feine Ausstellung hat Götz Adriani noch einmal anlässlich des 40-jährigen Geburtstags der Tübinger Kunsthalle zusammen gestellt. Ungewöhnliche Werke von Cézanne, Renoir, Degas, Toulouse-Lautrec, Rousseau, Giacometti und Picasso sind zu sehen. Den Aufstieg zu einem bedeutenden Ausstellungsort der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst verdankt die Kunsthalle eben Götz Adriani. Er holte die Welt als Gast nach Tübingen. In der Zeit von 1971-2005 prägte er durch sein künstlerisches Gespür und zahlreiche Kontakte zu zeitgenössischen Künstlern und Sammlern die hohe Qualität der Ausstellungen. Das Publikum würdigte sein Engagement mit Besucherrekorden.
Durch ihn fand das Publikum einen Zugang vor allem zu den großen französischen Künstlern des 19./20. Jahrhundert. Zum 40-jährigen Bestehen der Kunsthalle Tübingen wird ein Extrakt dieser Ausstellungsereignisse präsentiert. Ein bedeutender Entwicklungsschritt der Kunstgeschichte wird damit in einer einzigartig verdichteten Ausstellung erlebbar gemacht. Den Auftakt geben und gleichzeitig den Schwerpunkt der Schau bilden Hauptwerke von Paul Cézanne (1839-1906), der als Impulsgeber der Moderne zu gelten hat. Seine Landschaftsbilder, Porträts und Stillleben inspirierten eine Bewegung, die von der impressionistischen Wirklichkeitstreue wegführte, hin zu einer freien Komposition von Linien, Flächen und Farben.
Zudem ist Edgar Degas (1834-1917) in der Ausstellung vertreten, dessen Tänzerinnen-, Dirnen- und Landschaftsbilder ebenfalls am Anfang der postimpressionistischen Entwicklung stehen. Überdies sind Auguste Renoirs (1841-1919) Bilder mondäner Lebensfreude ebenso wie Henri de Toulouse-Lautrecs (1864-1901) malerische Porträts der Belle Époque präsent. Ein Landschaftsbild des oft als naiv belächelten Postimpressionisten Henri Rousseau (1844-1910) ergänzt die umfangreiche Epochenschau. Ihren Abschluß findet die Ausstellung in den Werken zweier Künstler, die maßgebliche Anregungen durch die Meister des ausgehenden 19. Jahrhunderts erfahren haben und selbst das 20. Jahrhundert entscheidend prägten.
Von Pablo Picasso (1881-1973) ist eine bedeutende Gruppe von Gemälden und Arbeiten auf Papier aus den Jahren zwischen 1898 und 1971 zu sehen. Der Schweizer Bildhauer Alberto Giacometti (1901-1966), zeigt einen Ausschnitt seines zeichnerischen Werkes in einem Nebenraum. Stark reduzierte, zarte Porträts und menschliche Gestalten in feiner Bleistiftzeichnung. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. Januar 2012 zu sehen. Anschließend werden in einer weitern Jubiläumsschau die Gegenwartskünstler präsentiert.




















































