Samstag, 26.05.2018 19:21 Uhr

Leben 4.0 – Der Investorentag Kryptowährungen 2018

Verantwortlicher Autor: Dieter Scheppeit Berlin, 07.02.2018, 12:33 Uhr
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Eine Expertenrunde mit den Gastgebern K-H Remmers Vorstand Solarpraxis AG (2.v.l) und S. Wagenknecht BTC Echo (Mitte)
Eine Expertenrunde mit den Gastgebern K-H Remmers Vorstand Solarpraxis AG (2.v.l) und S. Wagenknecht BTC Echo (Mitte)  Bild: Dieter Scheppeit

Berlin [ENA] Neue Energiewelt Solarpraxis AG und die führende Online-Plattform für Blockchain und Kryptowährungen BTC-ECHO riefen zum Investorentag Kryptowährungen 2018. Sie organisierten mit professionellen Referentinnen und Referenten eine eindrucksvolle sowie wissensbereichernde Veranstaltung.

Es ging um die Themen Blockchain, Kryptowährungen, Initial Coin Offerings (ICOs), Mining, Sicherheit und den steuerlichen Aspekten. Das Interesse war groß und Filmemacher, IT-Spezialisten, Ärzte, Redakteure, TV-Moderatoren, Unternehmensberater, Rechtsanwälte, sowie Angestellte und Unternehmer aus quasi allen Branchen des Berufslebens folgten dem Aufruf von Neue Energiewelt und BTC-Echo. Sie kamen zum Investorentag Kryptowährungen nach Berlin! Experten aus den Bereichen Blockchain-Technologie, Digitalisierung, Trading, Mining, Recht und Steuern boten einen tiefen Einblick in die vielen Facetten der Anlageklasse Kryptowährungen. Elementare Themen wurden kritisch, direkt und offen an- und ausgesprochen.

Sven Wagenknecht, Editor in Chief von BTC Echo moderierte 2 hochinteressante Expertenrunden zu den Themen Mining, ICOs – Fluch oder Segen. Auch wurde ausgiebig die Frage erörtert, ob wir uns derzeitig in einer Krypto-Blase befinden. Der IOTA-Gründer Dominik Schiener sagte in einem Interview zum Ende der Veranstaltung folgendes dazu: „Ja, natürlich ist es eine Krypto-Blase und das war auch schon seit Monaten offensichtlich! Welchen Wert haben denn die Kryptowährungen der ganzen ICO- Projekte? Es ist alles nur Spekulation! Obwohl es zwar Kryptowährung heißt, sind es ja keine Währungen. Zudem sind die ICOs der Hauptbestandteil dieses Hypes, wobei die meisten ICO-Projekte gar keinen Sinn machen!“

S. Wagenknecht im Gespräch mit D. Schiener, dem Founder von IOTA
Diverse Aussteller präsentierten ihre innovativen Neuerungen in der Blockchain-Industrie.
Erfrischend locker und selbstbewußt. F. Gompf von Parity

Der Dipl. Inf. Michael Mertens (Founder und CEO von CryptoTecAG) hob deutlich hervor, dass die Blockchaintechnologie bei Industrieprojekten in Form von „proof of work“ im Bereich der Fälschungssicherheit in Zukunft eine sehr wichtige und unverzichtbare Rolle spielen wird. Ein großer und der gesamten Gesellschaft dienender Bereich ist der 100%ige Schutz vor Produktfälschungen z. B. in der Pharmaindustrie, also der Schutz vor Medikamentenfäschungen. Aber auch in der Automobil- und Textilindustrie ist der Bedarf großflächig vorhanden. Mining wird immer aktueller, wichtiger und breiter! Auch gibt es eine enorme Weiterentwicklung im Hardwarebereich, die zu immer mehr Geschwindigkeit bei immer weniger stattfindenden Energieverbrauch führt.

Die Expertenrunde kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass sich Mining durchaus auch hier in Deutschland lohnt! Karl-Heinz Remmers, Vorstand der Solarpraxis AG traf dazu noch den Vergleich zu der enormen Verschwendung von Ressourcen aller Art, die das Herstellen, Verwalten, Einsammeln, Zählen und Vernichten der heutigen Währungen in Münz- und Papierform erfordert. Magdalena Isbrand von House of Nakamoto machte den Unterschied zwischen Bitcoins und Shitcoins.

Aber auch dazu gab es für jeden potentiellen Investor klare Tipps und Hinweise. So betonte der Daytrader Stefan Lübeck, dass eine fundamentale Analyse, ein Background-Check für jede, noch so kleine Investition unerlässlich sei. Der jeweilige Coin und die dazugehörige Blockchain müssen überprüft werden. Es müssen Vergleiche zu der realen Welt und zu anderen Coins angestellt werden. Es muss analysiert werden, ob der betreffende Coin über Alleinstellungsmerkmale verfügt. Vor einer Investition muss immer die Recherche stehen. Die Größe der sozialen Netzwerke und Channels spielen hierbei eine wichtige Rolle, denn die Community eines jeden Coins ist elementar und von größter Bedeutung!

Ergänzend dazu wichtige Hinweise von Sven Wagenknecht, Editor in Chief von BTC-Echo: Grundsätzlich gilt für ein Investment in Kryptowährungen das Gleiche wie für alle anderen Anlageklassen auch. Der erste Schritt besteht darin, sich ausreichend zu informieren und ein Grundverständnis vom Markt sowie der Funktionsweise der Kryptowährungen zu erlangen. Hier seine 5 Steps zur Risikoreduzierung: 1. Den Coin vorher im Internet googeln, ob es sich um einen Scam handelt. In der Regel finden sich hier eindeutige Hinweise in Foren oder auf Listen, z.B. https://steemit.com/cryptocurrency/@ghayas/shitcoin-list-better-stay-away-of-these-coins 2. Das Whitepaper aufmerksam durchlesen und auf Qualität prüfen.

3. Sich die Personen hinter dem Projekt genau anschauen (z.B. auf LinkedIn). Welche nachprüfbaren Projekterfahrungen haben die Initiatoren eines jeweiligen Coins. 4. Bei Versprechungen, die sich zu gut anhören skeptisch sein. Eine protzige Aufmachung – z.B. Bilder von Yachten und Lamborghinis – sollten die Alarmglocken schrillen lassen. Oft handelt es sich hierbei um Schneeballsysteme. 5. Sich die schlichte Frage stellen, welchen Mehrwert bzw. Nutzen der Coin hervorbringen soll und wie das Potential im Zielmarkt evaluiert werden kann.

Die Fachanwältin für Steuerrecht, Anka Hakert von der Kanzlei Winheller zeigte die vielen steuerlichen Aspekte auf, die bei jeglicher Art des Tradings mit und des Minings von Kryptocoins zu beachten sind. Es sind aus steuerrechtlicher Sicht noch viele Dinge sehr umstritten. Es gibt noch keine Verfügungen von der Finanzverwaltung, noch keine Rechtsprechungen zu dieser gesamten Thematik. Trotzdem muss man sich schon jetzt mit den Inhalten auseinandersetzen und am Ende könnte es immer sein, dass die Finanzverwaltungen es anders sehen. Auch wenn der Handel mit Kryptowährungen weitgehend noch unreguliert ist, müssen alle Gewinne an den Fiskus gemeldet werden. Die Regulierung dieser neuen Anlageklasse steht 2018 ganz sicher im Vordergrund.

Anm. des Verfassers: Mich verwundert die Panik vor einer Regulierung. Es kann der gesamten Branche doch nur guttun. Auch kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die dem Glauben verfallen sind, dass ein milliardenschwerer Markt, in dem es sogar zusätzlich um neue Währungen und Bezahlsysteme geht, über kurz oder lang unreguliert bleibt. Jeder Mensch, der in dieses neue Business einsteigen und an den vielen Angeboten partizipieren möchte, sollte sich vorher die Zeit für gründliche Recherchen nehmen. Möchten Sie ein Teil Ihres Geldes investieren, so investieren Sie einen kleinen Teil davon auch für eine gute und vorherige Steuer- und Rechtsberatung! Prüfen Sie jedes Angebot, bevor Sie vorschnell beginnen.

Dr Nina Siedler: Eine Regulierung schützt vor Missbrauch und da muss dringend etwas passieren.

BTC-ECHO bietet dazu einen kostenlosen und zu nichts verpflichtenden Newsletter an, den sich jeder Interessent anfordern kann. https://www.btc-echo.de. Die Juristin Dr. Nina Siedler gab einen hervorragenden Einblick in die Regulierungsmaßnahmen des gesamten Kryptobereiches durch die Staaten und Zentralbanken. Sie hob u. a. die gesellschaftspolitische Dimension der gesamten Blockchain-Technologie hervor, denn insbesondere durch Tagespresse geprägte Vorurteile wie „Bitcoin ist gleich Schwarzgeld und Terrorismusfinanzierung“ sorgen für extreme Vorbehalte, die so nicht gerechtfertigt sind! Es muss Verständnis dafür geschaffen werden, dass es insbesondere darum geht, wie wir unsere Gesellschaft neu bauen und gestalten wollen.

„Wie viele der Top 100 Kryptocoins die wir in der Auflistung auf der Informationsseite https://coinmarketcap.com finden, werden in 3 Jahren noch auf dem Markt sein?“ Diese Frage stellte Sven Wagenknecht den Experten zum Abschuss seiner Moderation und die Antworten waren ernüchternd. Einige Experten lagen bei 5, andere bei 20 und die meisten bei 10. Es stehen uns also spannende Jahre bevor! In den Grundsatzthemen zum rasanten Wandel, zur Digitalisierung und zum Leben 4.0 waren sich alle Anwesenden, ganz gleich ob Teilnehmer oder Fachreferenten einig: Wir leben in spannenden Zeiten und können stolz darauf sein, diese digitale Revolution in allen Lebensbereichen miterleben zu dürfen.

Miterleben bedeutet aber zugleich auch mitzumachen, denn diese Epoche erlaubt keine Zuschauer. Oftmals sind Zuschauer auch Gewinner, aber in diesem Fall wird jeder Zuschauer ein Verlierer, denn nur Zuschauen bedeutet auch, den Anschluss dieser rasanten Fahrt zu verlieren. Einer der Referenten erzählte mir während eines Gespräches in der Pause, dass er vor einiger Zeit einen 68 Jahre jungen Familienangehörigen gefragt habe, ob er wisse, was eine Blockchain sei. Seine Antwort lautete: „Sag mal, willst Du mich beleidigen? Natürlich weiß ich das!“ Das ist eine bezeichnende Aussage für Menschen der „neuen Generation 60+“, der auch ich mit großem Vergnügen angehöre.

Konnte man sich vor 10 Jahren noch damit herausreden, dass das doch etwas für die Jungen sei, muss heute jeder Mensch, gleich welchen Alters, ob der rasanten Geschwindigkeit der Veränderungen, aktiv am Leben 4.0 teilnehmen, um nicht zu den Verlierern der digitalen Revolution zu gehören! Schon in wenigen Jahren bringen uns Autos ohne einen Fahrer auf dem Vordersitz von A nach B, während wir entspannt im hinteren Teil des Fahrzeuges unsere virtuelle Tageszeitung lesen oder uns diese von einer virtuellen Stimme vorlesen lassen. Wir werden an Flughafenterminals und an Hotelrezeptionen von Robotern eingecheckt.

Sven Laepple sprach zum Thema: „Bestehende Wertpapierkenntnisse auf Kryptowährungen anwenden“
Große Aufmerksamkeit hatte Cointed´s erster Kryptoautomat in Deutschland. Präsentiert am 02. 02. 18 in Berlin!
Eine positive Stimmung auch bei Crypviser

Zum Abschluss der Veranstaltung fand die erfahrene und souveräne Moderatorin Tina Barroso von Solarpraxis Neue Energiewelt die passenden Worte. Sie sagte, dass Sie noch nie eine Veranstaltung mit so vielen positiven, bis zum Ende energiegeladenen Menschen moderieren durfte, wie diese. Zweifelsohne war auch für mich als aufmerksamer Beobachter eine Aufbruchsstimmung zu erkennen. Der Aufbruch in das digitale Zeitalter, das all unsere Vorstellungskräfte weit übertreffen wird. Es war ein extrem informativer und positiver Tag, zu dem noch weitere Referenten mit großem Engagement und Fachwissen beigetragen haben.

Christian Gorgas, der Co-Founder der XTECH GmbH, der BTC-Echo Analyst Dr. Philipp Giese, der gemeinsam mit Stefan Lübeck interessante Aspekte zum Thema Trading lieferte. Sven Laepple, Founder von Astratum sprach über Anlagestrategien und Andrei Martchouk von der KI-Group referierte über die Rolle der Banken in diesem digitalen Ökosystem. Über die Tokenisierung von Assets sprach Gonzalo Sanchez von Brickblock. Souverän, locker und dynamisch sprach Florian Gompf von Parity über unterschiedliche Geschäftsmodelle. Hochinteressante Diskussionsrunden mit Magdalena Isbrandt House of Nakamoto) Jörg von Minckwitz (Founder und CEO Bitwala) Cristian Junger (CEO Madana), Daniil Orlov (COO von Cointed) und dem Miningexperten Rainer Jakob.

Die Digitalisierung nimmt immer mehr an Tempo zu und findet auch ohne uns statt. Unser Leben jedoch findet nicht mehr ohne Digitalisierung statt! Gleich welchen Alters – wir können uns diesem Wandel nicht mehr verschließen, sondern müssen diesen zu einem Bestandteil unseres Lebens machen! Möchten Sie mehr darüber erfahren? Möchten Sie wissen, wie die künstliche Intelligenz und die Blockchain-Technologie unser gesamtes Leben verändert? Dann machen Sie mit und seien Sie mit dabei, bei der zweitägigen Konferenz zur Digitalisierung der Energiewelt. Mehr Informationen unter: https://neue-energiewelt.de/events/digitale-energiewelt-2018 Ich bin mit dabei und bleibe auch für Sie dran, am Leben 4.0. Auch ich bin mittendrin!

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