Mittwoch, 22.11.2017 14:00 Uhr

WEC: Doppelsieg für Porsche nach turbulentem Rennen

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Nürburgring (DEU), 16.07.2017, 20:06 Uhr
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Siegreicher Porsche #2
Siegreicher Porsche #2  Bild: Markus Faber

Nürburgring (DEU) [ENA] Porsche gewinnt den vierten Lauf der World Endurance Championship (WEC) am Nürburgring mit einem Doppelsieg. Am Ende des Sechs-Stunden-Rennens überquerte der Porsche 919 Hybrid #2 mit Bernhard/Bamber/Hartley als Erster vor dem Schwesterauto und Titelverteidiger mit #1 die Ziellinie.

Nach einem abwechslungsreichen Rennen auf dem 5,148 Kilometer langen Traditionskurs in der Eifel, hatte Porsche am Ende den längeren Atem. Timo Bernhard (DEU), Earl Bamber und Brendon Hartley (beide NZL) von Position zwei gestartet, waren die glücklichen Sieger des vierten Lauf der World Endurance Championship (WEC). Für Toyota war der Start bereits ein Desaster. Startfahrer Sebastian Buemi (CH) im Toyota #8 rollte in der Einführungsrunde aus. Es gab eine zweite Installation-Lap, weil Buemi über die Strecke zurück zur Box kroch. Es fehlte ihm an Power, eine defekte Benzinpumpe wie sich nach der Reparatur und fünf Runden Rückstand herausstellte.

Das Rennen für die in der WM besser platzierte Toyota-Crew #8 war verloren, bevor es richtig begonnen hatte. Das Schwesterauto konnte unterdessen die Führung fortsetzen. Kamui Kobayashi (JPN) wehrte im ersten Stint über 32 Runden die Angriffe von Andre Lotterer und Timo Bernhard (beide DEU) ab. Auch Jose Maria Lopez (ARG) konnte den Toyota mit der #7 eine Weile in Front halten, aber nach knapp 80 Minuten gingen Brendon Hartley (NZL) und Neel Jani (CHE) vorbei. Es zeigte sich das, was zuvor erwartet worden war: Porsche konnte über die Distanz ein besseres Tempo halten. Ganz anders bei Porsche.

"Das war eine tolle Arbeit vom Team. Beide Autos hätten gewinnen können. Unsere Teamkollegen hätten den Erfolg genauso verdient gehabt wie wir. Die Führung wechselte immer wieder zwischen unseren Autos. Es war wirklich eng", sagt Timo Bernhard, der bei seinem Heimspiel. "Meine Kiwi-Teamkollegen nennen mich 'Ring-König'. Ich selbst mag das nicht so gern, aber ich gönne ihnen den Spaß." Porsche hat nach 2015 und 2016 den dritten Sieg in Folge beim 6-Stunden-Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) auf dem Nürburgring gefeiert.

Toyota ließ jedoch erst locker, als die Haltbarkeit der Reifen problematisch wurde. Das war der Fall, als sich kurz vor Rennmitte erste Wolkenlücken bildeten und die kurzen sonnigen Abschnitte für einen Anstieg der Streckentemperatur sorgten. In der letzten Rennstunde behielt Andre Lotterer nicht nur die Führung, sondern er setzte sich auch entschlossen von Le-Mans-Champion Timo Bernhard ab. Sollte Porsche doch eine Stallregie ausrufen? Ja, der Gewinn beider Titel in der Saison 2017, womöglich die vorerst letzte für Porsche in der WEC, ist den Stuttgartern zu wichtig. Beim letzten Splash-und-Dash-Stopp benötigte die #1 satte 20 Sekunden länger als das spätere Siegerauto...

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