Donnerstag, 18.08.2022 03:28 Uhr

Donar Munding holt die Pole im ADAC Prototype Cup Germany

Verantwortlicher Autor: Creventic/MaM Stuttgart, 01.08.2022, 10:12 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Auto und Motorsport +++ Bericht 3043x gelesen
Mühlner Duqueine LMP3
Mühlner Duqueine LMP3  Bild: MaM

Stuttgart [ENA] Als der Prototype Cup Germany vom ADAC und von Creventic ins Leben gerufen wurde, hofften die Organisatoren auch auf die Teilnahme junger Nachwuchstalente. Einer von ihnen ist der 20 Jahre alte DSK-Junior Donar Munding, der sich bei Mühlner Motorsport einen Duqueine mit Matthias Lüthen teilt.

Als Vierte im ersten Lauf von Spa-Francorchamps schrammte das Duo nur knapp am Podium vorbei und wollten dies nun am Wochenende vom 15.07 – 17.07 beim 2. Lauf zum Prototype Cup Germany auf dem Nürburgring nachholen. Schon durch das erste Qualifying in dem Donar Munding den LMP3 auf die Poleposition pilotierte war klar, dass das Podium in greifbarer Nähe ist. Den Podiumsplatz umsetzen konnte das Duo Munding/Lüthen allerdings erst in 2. Rennen des Wochenendes. Der Gentlemen Driver Matthias Lüthen konnte den Mühlner Dugueine auf die 6. Startposition stellen, übergab das Fahrzeug auf Position 4 und der Youngster Donar Munding pilotierte das Fahrzeug als 2 ter über die Ziellinie hinter dem Siegfahrzeug von Marvin Dienst und Berkay Besler.

Das Ziel eines Podiumsplatzes wurde somit umgesetzt. Wie viele junge Rennfahrer, so hat auch Donar Munding einige Jahre im Kartsport verbracht. Als es dann um den Aufstieg in den Automobilsport ging, war der zunächst logisch erscheinende Weg Formelsport keine Option. „Mir fehlte einfach das nötige Kleingeld. Und oftmals trifft man im Formelsport auf Rivalen, die so viel Geld zur Verfügung haben, dass sie die Budgets noch weiter in die Höhe treiben, indem sie beispielsweise sehr oft testen gehen oder gleich zwei Meisterschaften parallel bestreiten.“ Munding orientierte sich in Richtung geschlossene Rennwagen und fuhr unter anderem im Porsche Super Sports Cup bei dem er im Jahr 2020 die Meisterschaft der GT3 Cup Autos gewann.

„Die Prototypen haben mich aber schon damals begeistert. In der Prototypen-Geschichte gab es schließlich einige spannende und prägende Epochen wie die Gruppe-C-Zeit oder die Periode, in der Audi mit den Diesel-Motoren angetreten ist.“ Und als dann das Reglement für die 24 Stunden von Le Mans ab 2023 so geändert wurde, dass mehrere Hersteller auf den Le-Mans-Zug aufgesprungen sind, wurde das Thema auch für die aktive Karriere des Stuttgarters interessant.

Munding verließ 2021 den GT-Sport und heuerte zunächst im Michelin Le Mans Cup an, um sich nur ein Jahr später für den neuen Prototype Cup Germany einzuschreiben. „Ein deutscher Fahrer in einer deutschen Serie macht für mich Sinn - zumal auch der ADAC involviert ist und ich vom Kartsport noch weiß, dass ADAC-Serien gut funktionieren.“ Der Mühlner-Pilot hat aber noch einen weiteren Vorteil erkannt: „Wenn ich Sponsoren oder Partner einladen möchte, die bei mir meistens aus Deutschland kommen, dann ist der Weg nach Hockenheim oder zum Nürburgring deutlich kürzer als nach Imola oder Portimão, wo der Le Mans Cup in dieser Saison startet.

Und mit Läufen im Rahmen des ADAC GT Masters oder des ADAC Truck Grand Prix fahren wir auch bei ordentlichen Veranstaltungen, die medial präsent sind.“ Sportlich fordert ein LMP3-Renner den Piloten deutlich anders als ein GT-Rennwagen, das musste auch Munding feststellen. „Im LMP3 ist alles viel direkter, die Kurvengeschwindigkeiten sind deutlich höher und man muss sauberer fahren. Aber vieles davon kannte ich bereits vom Karting und deshalb war die Umstellung kein Problem für mich. Ein LMP3 ist ein echtes Rennfahrzeug, was man auch am Cockpit-Design erkennen kann.“

Die Verbindung zu Mühlner Motorsport besteht für Familie Munding übrigens schon länger. „Mein Vater Marco ist Anfang der 90er Jahre bereits für das Team gefahren, damals in der DTC, DTT und auf dem Nürburgring. Etwas mehr als zwei Jahre später hat es sich nun angeboten, dass Bernhard Mühlners Team und ich zusammenkommen und ich bin sehr glücklich darüber. Mühlner Motorsport ist schon lange im Geschäft, stellt immer top vorbereitete Autos an den Start und arbeitet zuverlässig. Selbst in stressigen Situationen, die im Rennsport immer wieder vorkommen, agieren sie ruhig und koordiniert. Sie wissen einfach, was sie tun und das ist für mich sehr wichtig.“ Das nächste Rennen findet am Lausitzring vom 19.08 bis zum 21.08 statt.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.